Feinstaub-Belastung in Jena: Schlechte Luftqualität am Samstag gemessen

Wichtige Fakten auf einen Blick

  • Ort: Jena (mehrere Messstationen)
  • Datum: Samstag, 31.01.2026
  • Gemessener Höchstwert: 42 µg/m³ (PM2,5)
  • Einstufung: Schlecht / Gefährdend (Kategorie Orange)
  • Quelle: Umweltbundesamt (UBA)

Jena, 31.01.2026. Ein Blick auf die aktuellen Messdaten des Umweltbundesamtes dürfte bei wetterfühligen Menschen und Asthmatikern für Besorgnis sorgen. Am heutigen Samstag verzeichnet Jena eine deutlich erhöhte Konzentration an Feinstaub in der Luft. Die Werte bewegen sich in einem Bereich, der offiziell als ungesund eingestuft wird.

Kritische Grenzwerte überschritten

Wie aus den aktuellen Daten hervorgeht, wurde an mehreren Messstationen im Stadtgebiet von Jena eine erhöhte Luftverschmutzung registriert. Der Spitzenwert für die Feinstaubpartikel der Kategorie PM2,5 liegt bei 42 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³). Um diesen Wert einzuordnen: Ein unbedenklicher Bereich, der keinen oder nur einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat, endet bereits bei 25 µg/m³.

Mit dem gemessenen Wert von 42 µg/m³ befindet sich die Luftqualität in Jena aktuell in der "orangen Warnstufe" (31 – 50 µg/m³). Dies bedeutet eine potenzielle Gefährdung, insbesondere für empfindliche Personengruppen. Es handelt sich hierbei nicht um eine bloße statistische Anomalie, sondern um eine messbare Verschlechterung der Atemluft, die im gesamten Stadtgebiet spürbar sein kann.

Hintergründe: Die Tücken der Kessellage

Dass Jena anfällig für solche Wetterlagen ist, ist meteorologisch kein Geheimnis. Die charakteristische Tallage im Saaletal sorgt, besonders in den Wintermonaten, häufig für sogenannte Inversionswetterlagen. Dabei legt sich eine wärmere Luftschicht wie ein Deckel über die kältere Bodenschicht. Der natürliche Luftaustausch kommt zum Erliegen, und Schadstoffe – verursacht durch Verkehr, Industrie und private Heizungen – können nicht entweichen. Sie sammeln sich im Talkessel an.

Feinstaub (PM2,5) besteht aus winzigen Partikeln, die so klein sind, dass sie beim Einatmen nicht von den Schleimhäuten in Nase und Rachen gefiltert werden können. Sie dringen tief in die Lunge und teilweise sogar bis in den Blutkreislauf ein. Langfristig kann dies zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegsbeschwerden führen. Kurzfristig merken Betroffene dies oft durch Reizhusten oder eine erschwerte Atmung bei körperlicher Belastung.

Handlungsempfehlungen für Bürger

Angesichts der aktuellen "orangen" Einstufung raten Experten zu gewissen Vorsichtsmaßnahmen. Zwar besteht kein Grund zur Panik, doch sollte das Verhalten an die Luftqualität angepasst werden:

  • Verzicht auf Sport im Freien: Joggen oder intensives Radfahren entlang der stark befahrenen Straßen oder direkt im Talkessel sollte heute vermieden oder in die Höhenlagen (z.B. Kernberge, Landgraf) verlegt werden, sofern dort die Luftzirkulation besser ist.
  • Lüftungsverhalten: Stoßlüften ist weiterhin wichtig, sollte aber idealerweise nicht zu den Hauptverkehrszeiten erfolgen.
  • Risikogruppen: Menschen mit Asthma, chronischen Lungenerkrankungen oder Herzproblemen sollten ungewohnte körperliche Anstrengungen im Freien heute meiden.

Ausblick

Die Situation kann sich erst entspannen, wenn Wind aufkommt oder Niederschläge die Partikel aus der Luft waschen. Bis dahin bleibt der Luftqualitätsindex (LQI) ein wichtiger Indikator für die Planung von Outdoor-Aktivitäten am Wochenende. Der aktuelle Wert liegt zwar noch unter der "roten" Warnstufe (über 50 µg/m³), ist jedoch ein deutliches Signal für die aktuelle atmosphärische Stagnation über der Stadt.

Passen Sie auf sich auf und genießen Sie das Wochenende – vielleicht heute etwas ruhiger als sonst.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.