Dicke Luft im Saaletal: Feinstaub-Werte in Jena erreichen kritischen Bereich

Wichtige Fakten im Überblick

  • Ereignis: Erhöhte Feinstaubkonzentration (PM2,5)
  • Ort: Stadtgebiet Jena (diverse Messstationen)
  • Gemessener Höchstwert: 39 µg/m³
  • Einstufung: Qualitätsindex „schlecht“ / Gefährdungsbereich
  • Quelle: Umweltbundesamt (UBA)
  • Datum: Freitag, 06.02.2026

Jena (06.02.2026) – Der Blick über das Saaletal wirkt am heutigen Freitag trüber als gewöhnlich, und das liegt nicht nur am winterlichen Hochnebel. Das Umweltbundesamt (UBA) hat für Jena einen sogenannten Feinstaub-Alarm ausgelöst. Die Luftqualität im Stadtgebiet hat sich deutlich verschlechtert und bewegt sich aktuell in einem Bereich, der als gesundheitlich bedenklich eingestuft wird.

Grenzwerte überschritten: Die aktuelle Lage

Wie aus den aktuellen Messdaten hervorgeht, wurde an mehreren Stationen in Jena der Richtwert für eine unbedenkliche Luftqualität überschritten. Der Spitzenwert für die besonders feinen Partikel der Kategorie PM2,5 liegt am Freitagnachmittag bei 39 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³).

Zum Vergleich: Das Umweltbundesamt stuft Werte zwischen 0 und 25 µg/m³ als weitgehend unbedenklich ein. Ab einem Wert von 31 µg/m³ beginnt laut dem offiziellen Luftqualitätsindex (LQI) der Bereich der „Gefährdung“ (Orange). Damit gilt die Luftqualität in Jena derzeit offiziell als „schlecht“. Zwar ist der Wert noch weit vom bundesweiten Spitzenreiter Leuna (121 µg/m³) entfernt, doch für empfindliche Personengruppen ist Vorsicht geboten.

Hintergrund: Warum die Luft im Kessel steht

Jena, mit seiner charakteristischen Tallage, ist für solche Phänomene prädestiniert. Bei bestimmten Wetterlagen – oft im Winter bei geringem Wind und hohem Luftdruck (Inversionswetterlage) – fehlt der Luftaustausch. Die Schadstoffe, verursacht durch Verkehr auf der B88, Industrie und vor allem private Holzöfen und Heizungen, können nicht aus dem Talkessel entweichen. Sie sammeln sich wie unter einer Glocke an.

Was ist Feinstaub PM2,5?
Diese Bezeichnung steht für Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind. Anders als gröberer Staub werden diese winzigen Teilchen nicht bereits in der Nase oder dem Rachen gefiltert. Sie können tief in die Lunge eindringen, die Lungenbläschen erreichen und von dort sogar in den Blutkreislauf gelangen. Die Partikel bestehen oft aus einem komplexen Mix aus Ruß, Abrieb von Reifen und Bremsen sowie Verbrennungsrückständen.

Gesundheitstipps: So schützen Sie sich

Angesichts der aktuellen Warnstufe rät die Redaktion zur Beachtung einiger Verhaltenstipps, insbesondere für Kinder, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen wie Asthma oder COPD:

  • Sport im Freien reduzieren: Verzichten Sie heute auf schweißtreibende Joggingrunden entlang der Saale oder intensive körperliche Arbeit im Freien.
  • Richtig Lüften: Fenster nicht dauerhaft kippen. Nutzen Sie kurzes, intensives Stoßlüften, idealerweise zu Zeiten mit geringerem Verkehrsaufkommen (z.B. später Abend).
  • Verkehrsmittelwahl: Wer kann, sollte auf das Auto verzichten und den ÖPNV nutzen, um die lokale Belastung nicht weiter zu erhöhen.

Ausblick

Eine Besserung der Luftqualität tritt meist erst mit einem Wetterumschwung ein. Wind oder Niederschlag können die Partikel aus der Luft waschen oder die stehenden Luftmassen im Saaletal austauschen. Bis dahin empfiehlt es sich, die aktuellen Meldungen im Blick zu behalten und Aktivitäten im Freien moderat zu gestalten.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch das Wochenende.


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