Jena (07.01.2026) – Mitten in der intensiven Phase der Wintervorbereitung musste der FC Carl Zeiss Jena am Dienstag einen sportlichen Rückschlag hinnehmen. Im Testspiel gegen den Traditionsverein Alemannia Aachen unterlag die Mannschaft aus dem Paradies glatt mit 0:3. Auch wenn Ergebnisse in Freundschaftsspielen oft als zweitrangig betrachtet werden, liefert diese Begegnung dem Trainerteam wichtige Erkenntnisse für die anstehenden Aufgaben in der Liga.
Härtetest gegen Traditionsklub
Das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine war mit Spannung erwartet worden, gilt es doch als echter Gradmesser für die Formkurve nach der kurzen Winterpause. Am Dienstag zeigte sich jedoch, dass bei den Jenaern noch Sand im Getriebe ist. Während die Defensive in der Hinrunde oft das Prunkstück war, fanden die Aachener in dieser Partie gleich dreimal den Weg ins Netz. Für die Fans von Blau-Gelb-Weiß ist das Ergebnis sicherlich ernüchternd, doch Testspiele dienen primär dazu, Schwachstellen offen zu legen, bevor es im Ernst-Abbe-Sportfeld wieder um Punkte geht.
Fokus auf Fitness und Abstimmung
In der aktuellen Phase der Saisonvorbereitung im Januar stehen traditionell die körperliche Fitness und die taktische Feinabstimmung im Vordergrund. Dass die Spritzigkeit nach harten Trainingseinheiten in den Beinen fehlen kann, ist kein unbekanntes Phänomen im Profifußball. Dennoch dürfte die Deutlichkeit des 0:3-Endstands Anlass zur Analyse geben.
Die Verantwortlichen werden die Partie nun genau aufarbeiten. Folgende Punkte dürften dabei im Fokus stehen:
- Defensivverhalten: Wie entstanden die drei Gegentore und wo stimmte die Zuordnung nicht?
- Offensivaktionen: Konnte der FCC eigene Akzente setzen oder fehlte die Durchschlagskraft im letzten Drittel?
- Belastungssteuerung: Wie verkraftete der Kader die Intensität des Spiels ohne Verletzungen?
Blick nach vorn: Rückrundenstart im Visier
Trotz der Niederlage bleibt keine Zeit, lange zu hadern. Der Blick richtet sich in Jena stur nach vorne. Die verbleibenden Wochen bis zum Wiederbeginn des Ligabetriebs müssen effektiv genutzt werden, um die Automatismen zu schärfen. Ein Testspiel gegen einen Gegner vom Kaliber Alemannia Aachens ist genau die Art von Herausforderung, die eine Mannschaft braucht, um zu wachsen – auch wenn das Ergebnis am Dienstag schmerzte.
Für die Anhänger des FCC bleibt die Hoffnung, dass diese Niederlage als ‚Weckruf‘ zur richtigen Zeit kommt. Besser, die Fehler passieren jetzt in einem Freundschaftsspiel, als später in den entscheidenden Duellen um die Tabellenplätze.