- Ungewöhnliche Begegnung: Der FC Carl Zeiss Jena und Lok Leipzig kreuzen ihre Wege im Winter-Trainingslager.
- Hotel-Wechsel: Laut Berichten mussten die Thüringer ihre Unterkunft für die anreisenden Sachsen räumen.
- Brisante Rivalität: Der Vorfall sorgt für zusätzliche Würze in der Vorbereitung auf die Rückrunde der Regionalliga Nordost.
Jena (12.01.2026) – In der Welt des Fußballs gibt es Geschichten, die schreibt nur das Leben – oder in diesem Fall der Buchungsplan eines Hotels. Mitten in der intensiven Vorbereitung auf die Rückrunde der Regionalliga Nordost sorgt eine Meldung für Aufsehen, die vor allem die Fans des FC Carl Zeiss Jena kurzzeitig den Atem anhalten lässt: Ausgerechnet für den alten Rivalen 1. FC Lok Leipzig musste der FCC im Trainingslager das Feld, beziehungsweise das Hotel räumen.
Ein organisatorisches Kuriosum mit Zündstoff
Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, kam es am Rande des Trainingslagers zu einer logistischen Überschneidung, die man wohl als „Pikant“ bezeichnen darf. Während sich der FC Carl Zeiss Jena auf die anstehenden Aufgaben in der Liga vorbereitet, rückte der sächsische Konkurrent aus Leipzig-Probstheida an. Die Folge: Jena musste auschecken, damit Lok einchecken konnte.
Für Außenstehende mag dies wie ein normaler Vorgang im geschäftigen Treiben beliebter Fußball-Destinationen – oft in der Türkei oder Spanien – wirken. Doch wer die Historie im Ostfußball kennt, weiß: Zwischen dem Paradies und Probstheida herrscht eine der intensivsten Rivalitäten im deutschen Fußball. Dass nun ausgerechnet die Blau-Gelben den Blau-Gelb-Weißen weichen müssen, dürfte in Fankreisen für reichlich Diskussionsstoff und den ein oder anderen hämischen Kommentar aus Sachsen sorgen.
Hintergründe: Wenn der Rivale im Nacken sitzt
Die Wintervorbereitung ist für Regionalliga-Clubs eine heilige Zeit. Es geht darum, die Grundlagen für den Aufstiegskampf oder den Klassenerhalt zu legen. Jede Störung, jeder ungeplante Umzug zehrt an den Nerven und der Konzentration. Ein Hotelwechsel mitten im Camp oder direkt zum Ende hin ist logistisch aufwendig – Koffer packen, Equipment verladen, Busse koordinieren. Dass der Nachmieter dann auch noch Lok Leipzig heißt, dürfte die Motivation der Zeiss-Kicker im Kraftraum vermutlich eher steigern als senken.
Solche Begegnungen sind in den beliebten Trainingsregionen wie Belek oder Side (Türkei) zwar nicht gänzlich ungewöhnlich, da sich dort im Januar halb Fußballdeutschland tummelt. Dennoch versuchen Teammanager normalerweise penibel, direkten Kontakt mit Ligakonkurrenten im selben Hotel zu vermeiden, um taktische Geheimnisse zu wahren und unnötige Reibereien zu verhindern. In diesem Fall scheint der Kalender jedoch seinen eigenen Willen gehabt zu haben.
Blick auf die Rückrunde
Sportlich gesehen dürfte dieser kleine „Rausschmiss“ keine langfristigen Folgen haben, aber er dient als perfekte Motivationsspritze. Der FC Carl Zeiss Jena wird alles daransetzen, auf dem Platz die Verhältnisse wieder geradezurücken. Wenn es in der Liga zum nächsten direkten Aufeinandertreffen kommt, wird die Geschichte vom „geräumten Hotel“ sicherlich noch einmal in den Köpfen präsent sein. Für die Fans bleibt es eine Anekdote, die bei künftigen Duellen am Bratwurststand im Ernst-Abbe-Sportfeld sicher noch oft erzählt wird.
Wir beobachten die weitere Vorbereitung des FCC natürlich genau und hoffen, dass die nächste Unterkunft mindestens genauso komfortabel ist – und vor allem frei von weiteren sächsischen Überraschungsgästen.
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