- Deutliche Niederlage: Der FC Carl Zeiss Jena enttäuscht im Testspiel am Sonntag.
- Trainer auf Zinne: Volkan Uluc kritisiert die Einstellung seiner Mannschaft scharf.
- Harte Woche droht: Nach der Pleite kündigt sich eine intensive Trainingswoche im Paradies an.
Jena (19.01.2026) – In der Wintervorbereitung herrscht beim FC Carl Zeiss Jena Eiszeit – und das liegt nicht nur an den januarlichen Temperaturen im Saaletal. Nach einer enttäuschenden Vorstellung im gestrigen Testspiel brodelt es gewaltig hinter den Kulissen des Traditionsvereins. Trainer Volkan Uluc, bekannt für seine emotionale Art und seinen hohen Anspruch an Disziplin und Leidenschaft, machte aus seinem Herzen keine Mördergrube.
Wenn die Einstellung nicht stimmt
Testspiele in der Winterpause sind oft undankbar: Die Beine sind schwer vom Konditionstraining, der Platz ist oft hart oder rutschig, und der Rhythmus fehlt noch. Doch für Volkan Uluc sind das keine Ausreden. Wie die BILD berichtet, zeigte sich der Jena-Coach nach der Niederlage am Sonntag stinksauer. Es war wohl weniger das bloße Ergebnis, das den Übungsleiter auf die Palme brachte, sondern die Art und Weise, wie sich Teile der Mannschaft präsentierten.
Für den FCC, der sich ambitionierte Ziele für die Rückrunde gesteckt hat, war der Auftritt ein Dämpfer zur Unzeit. Uluc, der an der Seitenlinie oft wie ein Vulkan agiert, erwartet von seinen Spielern, dass sie das Trikot mit dem Zeiss-Logo auch in Freundschaftsspielen mit Stolz und absolutem Einsatz tragen. „Brodelt“ ist dabei wohl noch eine Untertreibung für die Gemütslage des Trainers, der spürte, dass die notwendige Spannung für den nahenden Ligastart noch fehlte. Fehlende Laufbereitschaft und mangelndes Zweikampfverhalten sind in der Philosophie des Jenaer Fußballs Todsünden – egal ob in einem Pflichtspiel vor tausenden Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld oder bei einem Testkick unter Ausschluss der großen Öffentlichkeit.
Warum die Alarmglocken im Paradies läuten
Die Reaktion des Trainers ist auch vor dem Hintergrund der besonderen Situation in Jena zu verstehen. Die Erwartungshaltung im Umfeld des dreifachen DDR-Meisters ist traditionell riesig. Die Fans in der Stadt verzeihen Niederlagen, wenn gekämpft wurde, aber sie reagieren allergisch auf Lustlosigkeit. Gerade in der kurzen Wintervorbereitung, die oft nur wenige Wochen dauert, muss jede Einheit sitzen. Es bleibt kaum Zeit, Grundlegendes neu einzustudieren; die Rädchen müssen sofort ineinandergreifen.
Ein „Schuss vor den Bug“ in der Vorbereitung kann heilsam sein, doch er birgt auch Risiken. Wenn der Trainer nun die Zügel anzieht, ist die Mannschaft gefordert, eine Reaktion zu zeigen. Es geht jetzt nicht mehr nur um Taktik oder Fitness, sondern um die Mentalität. In Jena weiß man: Nur wer bereit ist, im „Paradies“ auch mal durch den Dreck zu gehen, kann am Ende bestehen. Die Konkurrenz in der Liga schläft nicht und nutzt die Pause ebenfalls intensiv, um sich für die entscheidenden Monate zu wappnen.
Ausblick: Ungemütliche Tage an der Saale
Für die Spieler des FC Carl Zeiss Jena dürfte die heutige Einheit und die kommende Woche alles andere als vergnügungssteuerpflichtig werden. Volkan Uluc wird genau hinschauen, wer seine Kritik verstanden hat und wer bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln. Es ist davon auszugehen, dass der Ton auf dem Trainingsplatz rauer wird.
Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich das Team im nächsten Test präsentiert. Dann wird sich zeigen, ob der Wutausbruch des Trainers die erhoffte reinigende Wirkung hatte oder ob tiefere Probleme in der Mannschaft stecken. Eines ist sicher: Ruhig wird es um den FCC so schnell nicht werden.
Wir bleiben für Sie am Ball und berichten, wie es mit der Vorbereitung des FCC weitergeht.
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