- Ereignis: Einvernehmliche Vertragsauflösung
- Verein: FC Carl Zeiss Jena
- Spieler: Kay Seidemann (25 Jahre, Mittelfeld)
- Gründe: Anhaltende Ablehnung durch Teile der Fanszene, Trainingsdefizite, Krankmeldungen
- Ausblick: Einigung mit BSG Chemie Leipzig steht laut Medienberichten bevor
Jena, 25. Februar 2026. Der FC Carl Zeiss Jena zieht einen endgültigen Schlussstrich unter eine zunehmend belastende Personalie. Der Thüringer Regionalligist hat den Vertrag mit dem Mittelfeldspieler Kay Seidemann in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Damit verlässt der 25-Jährige das Ernst-Abbe-Sportfeld nach rund anderthalb Jahren, die von sportlichen Höhen, aber vor allem von immensen atmosphärischen Störungen geprägt waren.
Was ist passiert?
Nach offiziellen Vereinsangaben wurde die Zusammenarbeit bereits Ende der vergangenen Woche formell beendet. Der Trennung ging ein monatelanger sportlicher und persönlicher Abwärtstrend des Spielers voraus. Obwohl Seidemann in seiner Premierensaison an den Kernbergen mit zehn Treffern und fünf Torvorlagen in 24 Einsätzen durchaus überzeugte, spitzte sich die Lage seit vergangenem Sommer drastisch zu.
Seidemann fiel zuletzt durch häufiges Fehlen im Training auf. Zu Beginn dieses Jahres verpasste er zudem das wichtige Winter-Trainingslager der Mannschaft in der Türkei. Als offizielle Begründung wurde mangelnde Fitness angeführt. Sportdirektor Miroslav Jovic und Cheftrainer Volkan Uluc verordneten dem Spieler daraufhin ein individuelles Aufbauprogramm in Jena. Doch die erhoffte Wende blieb aus. Nachdem sich Seidemann Anfang der Woche erneut krankgemeldet hatte und beim 3:2-Testspielsieg gegen Plauen nicht im Kader stand, zogen die Verantwortlichen die Reißleine.
Hintergrund: Der tiefe Riss zwischen Spieler und Fanszene
Die rein sportlichen Defizite der vergangenen Wochen waren jedoch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das Kernproblem lag in der Vergangenheit des Spielers. Kay Seidemann war im Sommer 2024 vom damaligen Sportchef Stefan Böger nach Jena geholt worden – ein Transfer mit massiver Sprengkraft. Seidemann hatte zuvor eine Vergangenheit beim Erzrivalen Rot-Weiß Erfurt und sich in dieser Zeit mehrfach negativ über den FC Carl Zeiss Jena geäußert.
In einer fußballverrückten Stadt wie Jena, in der das Thüringenderby gegen Erfurt die emotionalste Begegnung des Jahres darstellt, vergaßen Teile der aktiven Fanszene diese Aussagen nie. Im Bereich der prestigeträchtigen Südkurve wurde Seidemann systematisch abgelehnt. Die Situation nahm teils groteske Züge an: Nach Siegen durfte der 25-Jährige nicht gemeinsam mit der Mannschaft vor dem Fanblock feiern. Stattdessen reagierten andere Stadionbereiche, wie etwa die Haupttribüne, mit Solidaritätsbekundungen für den Spieler. Dieser offene Konflikt auf den Rängen spaltete die Zuschauer und stellte eine spürbare Dauerbelastung für das gesamte Vereinsumfeld dar.
Die sportliche Einordnung am Ernst-Abbe-Sportfeld
Dass Sportdirektor Miroslav Jovic zeitweise persönlich eingreifen musste und den Spieler sogar von zu Hause abholte, um ihn zum Training zu fahren, unterstreicht, wie intensiv der Verein versuchte, die Situation zu retten. Das Ernst-Abbe-Sportfeld, eingebettet am Fuße der Jenaer Kernberge, gilt als emotionaler Kessel, der Spieler beflügeln, aber auch enorm unter Druck setzen kann. Der anhaltende Gegenwind aus der Kurve schien bei Seidemann letztlich Spuren hinterlassen zu haben, die eine professionelle Leistungserbringung im Trikot des FCC unmöglich machten.
Fazit und Ausblick: Wie geht es weiter?
Mit der Vertragsauflösung herrscht nun Klarheit für beide Seiten. Der FC Carl Zeiss Jena beendet ein Missverständnis, das viel Kraft gekostet hat, und kann sich nun voll auf die sportlichen Aufgaben in der Regionalliga Nordost konzentrieren. Für Kay Seidemann hingegen öffnet sich offenbar bereits eine neue Tür: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge steht der 25-Jährige kurz vor einer Unterschrift beim Ligakonkurrenten BSG Chemie Leipzig. Dort könnte er einen sportlichen Neuanfang wagen, fernab der ständigen Diskussionen um seine Erfurter Vergangenheit.
Wir halten Sie über alle weiteren Entwicklungen rund um den FC Carl Zeiss Jena und das sportliche Geschehen in unserer Stadt auf dem Laufenden.
Quelle:
Knall bei Carl Zeiss Jena! Jetzt ist es endgültig aus und vorbei
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