- Spieler: Kay Seidemann (25), Mittelfeldspieler.
- Ereignis: Einvernehmliche Vertragsauflösung.
- Hintergründe: Ablehnung durch die aktive Fanszene (RWE-Vergangenheit) und fehlende Fitness/Disziplin.
- Entscheidungsträger: Sportdirektor Miroslav Jovic und Trainer Volkan Uluc.
Jena (14.02.2026) – Es ist der Schlusspunkt unter ein Missverständnis, das den FC Carl Zeiss Jena über anderthalb Jahre beschäftigt hat. Der Thüringer Traditionsverein und Mittelfeldspieler Kay Seidemann gehen ab sofort getrennte Wege. Wie der Verein bestätigte, wurde der Vertrag des 25-Jährigen einvernehmlich aufgelöst.
Ein Transfer mit Hypothek
Die Verpflichtung von Kay Seidemann im Sommer 2024 stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Der damals von Ex-Sportchef Stefan Böger an die Kernberge geholte Offensivmann brachte eine Hypothek mit, die in der emotionalen Welt des Thüringer Fußballs schwer wiegt: Seine Vergangenheit beim Erzrivalen Rot-Weiß Erfurt.
Besonders brisant waren dabei weniger die sportlichen Einsätze für den Rivalen, sondern negative Äußerungen über Carl Zeiss Jena, die Seidemann in seiner Erfurter Zeit getätigt haben soll. Für Teile der aktiven Fanszene in der Südkurve war dies unverzeihlich. Die Situation führte zu bizarren Szenen im Ernst-Abbe-Sportfeld: Während Seidemann nach Siegen nicht mit der Mannschaft vor der Kurve feiern durfte, reagierten andere Teile des Stadions mit demonstrativen Solidaritätsgesängen. Ein Riss, der durch das Umfeld des Vereins ging und für stetige Unruhe sorgte.
Sportliche Leistung vs. Disziplin
Trotz des schwierigen Umfelds stimmte zunächst die sportliche Bilanz. In seiner ersten Saison konnte Seidemann durchaus überzeugen, erzielte in 24 Einsätzen zehn Treffer und bereitete fünf weitere vor. Doch seit dem vergangenen Sommer wendete sich das Blatt auch auf sportlicher Ebene.
Berichten zufolge häuften sich Disziplinlosigkeiten. Sportdirektor Miroslav Jovic sah sich zeitweise gezwungen, persönlich einzugreifen und den Spieler von zu Hause abzuholen, um dessen Teilnahme am Training zu gewährleisten. Der Tiefpunkt wurde Anfang dieses Jahres erreicht: Aufgrund mangelnder Fitness verpasste Seidemann das Trainingslager in der Türkei. Stattdessen verordnete ihm das Trainerteam um Volkan Uluc ein individuelles Aufbauprogramm in Jena.
Das endgültige Aus
Die Hoffnungen auf eine Wende erfüllten sich jedoch nicht. Nachdem sich der Spieler Anfang der Woche erneut krankgemeldet hatte und beim Testspielsieg gegen Plauen (3:2) nicht im Kader stand, zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Für den Verein bedeutet die Trennung das Ende einer dauerhaften Unruhequelle, womit der Fokus nun wieder voll auf den sportlichen Zielen in der Regionalliga liegen kann. Wohin es den 25-Jährigen zieht, ist derzeit noch nicht bekannt.
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