Das Wichtigste in Kürze
- Ereignis: Vertragsauflösung zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Kay Seidemann.
- Hintergrund: Anhaltende Proteste der Fanszene und disziplinarische Probleme.
- Vergangenheit: Seidemanns Äußerungen zu seiner Zeit bei Rot-Weiß Erfurt belasteten das Verhältnis schwer.
- Zukunft: Gerüchte über einen Wechsel zu Chemie Leipzig.
Jena. Es ist das Ende eines Missverständnisses, das über anderthalb Jahre lang für Unruhe an den Kernbergen sorgte. Der FC Carl Zeiss Jena und Mittelfeldspieler Kay Seidemann haben ihre Zusammenarbeit beendet. Was sich in den vergangenen Wochen bereits durch das Fehlen im Trainingslager und Suspendierungen angedeutet hatte, ist nun offiziell: Das Kapitel Seidemann ist in Jena geschlossen.
Ein Transfer unter keinem guten Stern
Als Kay Seidemann im Sommer 2024 vom damaligen Sportchef Stefan Böger nach Jena geholt wurde, begleiteten den Transfer von Beginn an massive Nebengeräusche. Der 25-Jährige brachte eine Hypothek mit, die im traditionsbewussten Umfeld des Thüringer Fußballs schwer wiegt: eine Vergangenheit beim Erzrivalen FC Rot-Weiß Erfurt. Doch es war nicht allein die Station im Lebenslauf, die für Unmut sorgte, sondern despektierliche Äußerungen über den FC Carl Zeiss Jena, die Seidemann in seiner Erfurter Zeit getätigt haben soll.
Diese Vorgeschichte führte zu einer bizarren Situation im Ernst-Abbe-Sportfeld. Während Teile der aktiven Fanszene den Spieler konsequent ablehnten und ihm sogar verwehrten, nach Siegen mit der Mannschaft vor der Südkurve zu feiern, reagierten andere Teile des Stadions mit Solidaritätsbekundungen. Dieser dauerhafte Spagat belastete nicht nur den Spieler, sondern das gesamte Klima rund um den Regionalligisten.
Sportlicher Lichtblick, dann der Absturz
Trotz des schwierigen Umfelds lieferte Seidemann zunächst sportlich ab. In seiner Debütsaison kam er auf beachtliche 24 Einsätze, erzielte zehn Tore und bereitete fünf weitere vor. Die Zahlen stimmten, doch die Harmonie blieb aus. Seit dem Sommer 2025 zeigte die Formkurve jedoch steil nach unten, begleitet von Problemen abseits des Platzes.
Berichten zufolge fehlte der Spieler immer häufiger im Training. Die Situation spitzte sich so weit zu, dass Sportdirektor Miroslav Jovic persönlich einschreiten musste, um den Spieler teilweise von zu Hause abzuholen. Den Tiefpunkt erreichte die Entwicklung Anfang dieses Jahres: Seidemann reiste aufgrund fehlender Fitness nicht mit ins Trainingslager in die Türkei. Ein in Jena verordnetes Aufbauprogramm brachte keine Wende; zuletzt meldete sich der Offensivmann erneut krank und fehlte im Kader beim Testspiel gegen Plauen.
Neustart bei der Konkurrenz?
Die Auflösung des Vertrages, die laut Verein einvernehmlich erfolgte, ist die logische Konsequenz aus der sportlichen Stagnation und der zerrütteten Beziehung zwischen Spieler und Umfeld. Für den FC Carl Zeiss Jena bedeutet dieser Schritt vor allem eines: Ruhe. Trainer Volkan Uluc und sein Team können sich nun voll auf die Rückrunde in der Regionalliga Nordost konzentrieren, ohne dass wöchentlich Personaldebatten die sportliche Arbeit überschatten.
Für Kay Seidemann könnte es indes nahtlos in der Liga weitergehen. Nach aktuellen Informationen steht der 25-Jährige bereits in Verhandlungen mit einem Ligakonkurrenten. Die BSG Chemie Leipzig wird als heißer Kandidat für die Verpflichtung gehandelt. Ob er dort zu alter Stärke zurückfinden kann, wird die Rückrunde zeigen.
Der FC Carl Zeiss Jena wünscht dem Spieler für die Zukunft alles Gute – und dürfte erleichtert sein, dass dieses turbulente Kapitel nun endgültig in den Akten liegt.
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