Last-Minute-Wahnsinn in der Alten Försterei: FC Carl Zeiss Jena gibt Rote Laterne ab

Das Wichtigste in Kürze

  • Ergebnis: 1. FC Union Berlin – FC Carl Zeiss Jena 1:2 (0:0)
  • Matchwinnerin: Olivia Alcaide traf in der 94. Minute zum Sieg.
  • Tabellensituation: Jena verlässt den letzten Platz, nur noch ein Punkt Rückstand zum rettenden Ufer.
  • Nächster Gegner: Heimspiel gegen FC Bayern München (Mittwoch).

Jena/Berlin. Es war nichts für schwache Nerven, was sich am Sonntagabend im Stadion An der Alten Försterei abspielte. Doch am Ende stand purer Jubel: Die Bundesliga-Fußballerinnen des FC Carl Zeiss Jena haben im Kampf um den Klassenerhalt ein massives Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen den direkten Konkurrenten Union Berlin meldeten sich die Thüringerinnen eindrucksvoll zurück.

Dramatische Schlussphase sichert drei Punkte

Lange Zeit sah es so aus, als würde sich der FCC für einen couragierten Auftritt vor 5.000 Zuschauern nicht vollends belohnen können. In der ersten Halbzeit dominierten die Gäste das Spielgeschehen weitgehend und ließen den Berlinerinnen kaum Raum zur Entfaltung. Pech hatte Jena in der 25. Minute, als ein Distanzschuss von Lia Kamber nur an die Latte klatschte.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie an Fahrt auf. Melina Reuter brachte die Jenaerinnen in der 61. Minute nach einem sehenswerten Doppelpass mit Suya Haering verdient in Führung. Doch die Freude währte nur kurz: Ein harmloser Freistoß von Union-Spielerin Lisa Heiseler segelte nur fünf Minuten später an Freund und Feind vorbei zum 1:1-Ausgleich ins Netz. Es drohte ein weiteres Unentschieden, das keinem der beiden Teams wirklich geholfen hätte.

In der vierten Minute der Nachspielzeit folgte dann jedoch der erlösende Moment für alle mitgereisten Fans aus dem Paradies: Ein Abstimmungsfehler in der Berliner Hintermannschaft ermöglichte es Olivia Alcaide, den Ball ins leere Tor zu schieben. Der Jubel über den zweiten Saisonsieg kannte keine Grenzen.

Tabellensituation: Hoffnung im Paradies

Dieser Sieg ist mehr als nur drei Punkte wert – er ist ein mentales Signal an die Konkurrenz. Durch den Erfolg geben die FCC-Frauen die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten an die SGS Essen ab. Da der Hamburger SV gleichzeitig sein Heimspiel gegen RB Leipzig verlor (1:3), ist der Rückstand auf das rettende Ufer auf einen einzigen Zähler geschmolzen.

Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie dem Druck im Abstiegskampf standhalten kann. Die spielerische Überlegenheit in der ersten Halbzeit und der unbedingte Wille, das Spiel in der Schlussphase noch zu gewinnen, zeugen von einer intakten Moral innerhalb der Truppe.

Englische Woche: Bayern München kommt ins Ernst-Abbe-Sportfeld

Viel Zeit zum Feiern bleibt den Spielerinnen allerdings nicht, denn der Spielplan der Bundesliga hält direkt die nächste Herkulesaufgabe bereit. Bereits am kommenden Mittwoch steht im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld das Duell gegen den amtierenden Meister FC Bayern München an.

Auch wenn die Rollen in diesem Spiel klar verteilt sind, dürfte der Last-Minute-Erfolg aus Berlin für das nötige Selbstvertrauen sorgen. Die Fans in Jena hoffen nun, dass der Schwung mitgenommen werden kann, um vielleicht auch gegen den Favoriten aus München für eine Überraschung zu sorgen – oder zumindest den Kampf um den Klassenerhalt mit derselben Leidenschaft fortzuführen.

Für den Moment aber gilt: Jena ist wieder voll im Rennen.


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