Auszeichnung für Baukultur: Sanierter Hof im Coppanzer Weg erhält Fassadenpreis

Jena (07.01.2026) – Ein attraktives Stadtbild entsteht nicht nur durch große Leuchtturmprojekte im Zentrum, sondern oft durch die Liebe zum Detail in den Wohnquartieren. Zu Beginn dieser Woche wurde genau dieses Engagement gewürdigt: Ein frisch sanierter Hof im Coppanzer Weg ist mit dem Jenaer Fassadenpreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung privater Initiativen für die architektonische Vielfalt und Wohnqualität in der Saalestadt.

Ein Schmuckstück im Quartier

Die Verleihung des Preises lenkt den Blick auf einen Bereich der Stadtentwicklung, der im Alltag oft übersehen wird: die Hofgestaltung. Während Fassaden zur Straße hin das öffentliche Gesicht eines Hauses prägen, sind Innenhöfe die grünen Lungen und sozialen Treffpunkte der Nachbarschaft. Die Auszeichnung für das Objekt im Coppanzer Weg würdigt die gelungene Transformation und den Erhalt von baulicher Substanz.

Gerade in den gewachsenen Strukturen Jenas, abseits der großen Neubaugebiete wie Lobeda, stellt die Sanierung von Bestandsimmobilien Eigentümer oft vor besondere Herausforderungen. Es gilt, den historischen Charme zu bewahren und gleichzeitig moderne Wohnstandards zu integrieren. Dass dies im Coppanzer Weg gelungen ist, wurde nun offiziell bestätigt.

Bedeutung für die Jenaer Baukultur

Der Fassadenpreis der Stadt Jena ist mehr als nur eine Urkunde. Er ist ein wichtiges Instrument, um das Bewusstsein für Baukultur zu schärfen. In einer Stadt, die sich stetig wandelt – man denke an die Großprojekte am Eichplatz oder den Inselplatz – sind es oft diese kleineren Projekte, die den individuellen Charakter eines Viertels bewahren.

Die Kriterien für solche Auszeichnungen sind in der Regel streng und umfassen verschiedene Aspekte:

  • Handwerkliche Qualität: Die fachgerechte Ausführung der Sanierungsarbeiten.
  • Ästhetische Aufwertung: Der positive Einfluss auf das direkte Umfeld und das Straßenbild.
  • Nachhaltigkeit: Der Umgang mit vorhandenen Materialien und Begrünung.

Mit der Auszeichnung im Coppanzer Weg reiht sich ein weiteres Objekt in die Liste der Jenaer Vorzeigeprojekte ein. Es zeigt, dass sich Investitionen in die eigene Immobilie nicht nur finanziell, sondern auch durch öffentliche Anerkennung auszahlen können.

Vorbildwirkung für Eigentümer

Die Ehrung sendet auch ein Signal an andere Hauseigentümer in der Region. Sie demonstriert, dass die Stadtverwaltung und die Jury den Aufwand, den eine denkmalgerechte oder stadtbildprägende Sanierung mit sich bringt, wahrnehmen und wertschätzen. Ein schön gestalteter Hof wertet nicht nur das eigene Grundstück auf, sondern trägt zur Lebensqualität der gesamten Anwohnerschaft bei.

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Bewerbungen für den Fassadenpreis eingehen, die zeigen, wie vielfältig und lebendig Jena ist.