Jena/Karlsruhe (21.01.) – Den Sicherheitsbehörden ist nach jahrelanger Suche ein bedeutender Schlag gegen die untergetauchte linksextreme Szene gelungen. Wie aktuelle Berichte bestätigen, befinden sich zwei seit geraumer Zeit gesuchte Verdächtige nun in Haft. Die Festnahme markiert das Ende einer rund zweijährigen Fahndung, die auch in Thüringen und Jena immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hatte.
Zugriff nach zwei Jahren
Nach Informationen des MDR konnten die Ermittler die beiden Flüchtigen nun fassen. Über zwei Jahre lang war nach den Personen gefahndet worden, denen die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung und schwere Straftaten zur Last gelegt werden. Die lange Dauer der Flucht hatte in Sicherheitskreisen immer wieder die Frage aufgeworfen, wie groß das Unterstützernetzwerk innerhalb der militanten Szene tatsächlich ist.
Die Behörden hielten sich zunächst mit detaillierten Angaben zu den genauen Umständen des Zugriffs bedeckt, um laufende Ermittlungen nicht zu gefährden. Fest steht jedoch, dass der Fahndungsdruck in den letzten Monaten konstant hoch gehalten wurde.
Hintergrund: Die militante Szene im Fokus
Der Fall ordnet sich in eine Reihe von Ermittlungen gegen linksextreme Strukturen ein, die insbesondere in Sachsen und Thüringen aktiv waren. Jena gilt dabei, neben Leipzig, oft als einer der Rückzugsorte oder zumindest als relevanter Sozialraum für Teile der Szene.
- Die Ermittlungen werden oft durch die Bundesanwaltschaft geführt.
- Im Zentrum stehen häufig Vorwürfe der gefährlichen Körperverletzung und der Bildung krimineller Vereinigungen.
- Sogenannte Untertaucher-Fälle stellen die Polizei vor große Herausforderungen, da sie ein hohes Maß an konspirativer Energie erfordern.
Für die hiesige Region bedeutet die Nachricht eine erneute Aufmerksamkeit für das Thema politisch motivierte Kriminalität. Es bleibt abzuwarten, ob die nun erfolgten Festnahmen zu weiteren Erkenntnissen über die Strukturen und mögliche weitere Beteiligte führen werden.