- Lebensgefahr: Die Eisdecken auf Gewässern sind vielerorts noch viel zu dünn und nicht tragfähig.
- Keine Freigabe: In Jena werden öffentliche Gewässer grundsätzlich nicht offiziell zum Betreten freigegeben.
- Notfall: Bei einem Einbruch ins Eis sofort die Feuerwehr unter 112 rufen und Eigensicherung beachten.
Jena (25.01.2026) – Die winterlichen Temperaturen der letzten Tage laden vielerorts dazu ein, die Natur zu genießen. Doch der Schein trügt: Trotz des Frostes warnt man in Thüringen und auch im Raum Jena eindringlich vor dem Betreten von vermeintlich zugefrorenen Gewässern. Die Situation wird von Experten aktuell als „hochgefährlich“ eingestuft.
Tückische Gefahr durch trügerische Eisdecken
Was wie eine solide Winterlandschaft aussieht, kann schnell zur tödlichen Falle werden. Die Warnung, die derzeit durch Thüringer Medien geht, hat einen ernsten Hintergrund: Die Eisbildung ist aufgrund der schwankenden Temperaturen oft ungleichmäßig. Besonders gefährlich sind Gewässer mit Strömungen, wie etwa Bereiche der Saale oder Zuläufe an Teichen. Hier kann das Eis an einer Stelle mehrere Zentimeter dick wirken, nur wenige Meter weiter jedoch so dünn sein wie Papier.
Ein Einbruch in das eiskalte Wasser führt binnen weniger Minuten zur Unterkühlung. Die Muskeln versagen, und der Betroffene kann sich oft nicht mehr selbstständig über Wasser halten. Insbesondere für Kinder, die die Gefahr beim Spielen oft unterschätzen, ist die Situation kritisch. Eltern sind daher aufgerufen, ihren Nachwuchs eindringlich zu sensibilisieren.
Situation in Jena: Schleichersee und Co.
Auch für Jenaer Gewässer gilt höchste Vorsicht. Ob am Schleichersee oder an den diversen kleineren Teichen im Stadtgebiet und Umland: Das Betreten der Eisflächen erfolgt stets auf eigene Gefahr. Wichtig zu wissen ist, dass die Stadtverwaltung Jena – wie die meisten Kommunen in Thüringen – Eisflächen auf natürlichen Gewässern in der Regel nicht offiziell freigibt. Es finden keine Messungen der Eisdicke durch Behörden statt. Wer sich auf das Eis begibt, handelt grob fahrlässig.
Spezielle Vorsicht ist auch an Uferbereichen geboten, die oft bewachsen sind. Hier ist die Struktur des Eises häufig besonders brüchig. Auch wenn Spaziergänger bereits Spuren auf dem Eis hinterlassen haben, ist dies kein Garant für Sicherheit.
Richtiges Verhalten im Notfall
Sollten Sie beobachten, wie eine Person im Eis einbricht, zählt jede Sekunde – aber blinder Aktionismus kann auch für den Retter tödlich enden:
- Notruf wählen: Alarmieren Sie sofort die Feuerwehr unter der Nummer 112. Geben Sie den genauen Standort an.
- Nicht selbst betreten: Laufen Sie nicht stehend zur Einbruchstelle. Das Eis könnte unter Ihrem Gewicht ebenfalls brechen.
- Hilfsmittel nutzen: Reichen Sie dem Verunglückten vom sicheren Ufer aus Äste, Leitern, Seile oder Kleidungsstücke, an denen er sich festhalten kann.
- Flach bleiben: Wenn Sie sich nähern müssen, dann nur liegend, um das Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen.
Genießen Sie den Wintersonntag lieber bei einem Spaziergang am Ufer und meiden Sie das Risiko auf dem Eis.
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