Jena (07.01.2026) – Es ist eines der ambitioniertesten Bauprojekte der jüngeren Stadtgeschichte, doch nun gerät der Zeitplan ins Wanken. Der geplante „dotSource“-Campus, der das Stadtbild Jenas modernisieren und ein Leuchtturm für die digitale Wirtschaft in Thüringen werden soll, kämpft mit unerwarteten Problemen im Untergrund. Wie am Mittwoch bekannt wurde, sorgen massive Altlasten im Baugrund für eine Kostenexplosion in Millionenhöhe und eine deutliche Verzögerung der Fertigstellung.
Böses Erwachen bei den Erdarbeiten
Wo Zukunft entstehen soll, holt die Vergangenheit die Bauherren ein. Bei den Tiefbauarbeiten auf dem Areal stießen die Bagger auf Hinterlassenschaften, die in den ursprünglichen Planungen offenbar nicht in diesem Ausmaß berücksichtigt werden konnten. Solche Funde sind in einer historisch gewachsenen und industriell geprägten Stadt wie Jena zwar kein Einzelfall, die Dimension im Fall des dotSource-Campus scheint jedoch gravierend zu sein.
Die Entsorgung dieser Altlasten ist nicht nur technisch aufwendig, sondern vor allem kostspielig. Spezialfirmen müssen das kontaminierte Erdreich abtragen und fachgerecht entsorgen, bevor an ein sicheres Fundament für den neuen Bürokomplex zu denken ist. Diese unvorhergesehenen Zusatzarbeiten treiben die Gesamtkosten des Projekts nun in die Höhe – die Rede ist von einer Summe im Millionenbereich.
Zeitplan nicht mehr zu halten
Die logische Konsequenz der aufwendigen Sanierungsarbeiten ist eine Verschiebung des Zeitplans. Der ursprüngliche Termin für den Einzug der Digitalagentur und die Belebung des neuen Quartiers muss korrigiert werden. Für die Mitarbeiter und die Jenaer Öffentlichkeit bedeutet dies, dass die Baustelle länger als geplant das Stadtbild prägen wird.
Experten weisen darauf hin, dass solche Verzögerungen bei Großprojekten im innerstädtischen Bereich ein bekanntes Risiko darstellen. Dennoch ist die Nachricht ein Dämpfer für die Euphorie, die den Start des Projekts begleitete. Der Campus soll nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern auch Raum für Begegnungen und Innovationen schaffen.
Herausforderung für den Standort Jena
Trotz der Hiobsbotschaft bleibt das Bekenntnis zum Standort Jena bestehen. Die Investition in den Campus gilt nach wie vor als wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit der Saalestadt als Tech-Hub. Die aktuellen Probleme zeigen jedoch exemplarisch, welche Hürden bei der Nachverdichtung und Nutzung alter Flächen genommen werden müssen.
- Problem: Unerwartete Altlasten im Boden entdeckt.
- Folge: Mehrkosten in Millionenhöhe.
- Status: Fertigstellungstermin verschiebt sich nach hinten.
Wie genau der neue Zeitplan aussieht und wann final mit der Fertigstellung gerechnet werden kann, wird von den Fortschritten der nun notwendigen Bodensanierung abhängen. Für Jena bedeutet dies vorerst: Geduld bewahren, bis der digitale Leuchtturm seine Türen öffnen kann.
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