Hattrick von Olivia Alcaide: Carl Zeiss Jena stürmt ins DFB-Pokal-Halbfinale

Jena, 12. März 2026. Die Fußballerinnen des FC Carl Zeiss Jena stehen nach einem fulminanten 4:1-Sieg gegen den SC Sand im Halbfinale des DFB-Pokals. Überragende Spielerin des Abends im heimischen Stadion war Winterneuzugang Olivia Alcaide, die mit einem Hattrick das Spiel im Alleingang entschied.

  • Wettbewerb: DFB-Pokal der Frauen, Viertelfinale
  • Ergebnis: FC Carl Zeiss Jena – SC Sand 4:1
  • Tore (Jena): Olivia Alcaide (68., 81., 89. Minute)
  • Halbfinal-Gegner: VfL Wolfsburg

Befreiungsschlag in der zweiten Halbzeit

Dabei sah es im Viertelfinale zunächst nach einem harten Stück Arbeit aus. Zwar dominierte Jena über weite Strecken, doch wenige Minuten vor der Halbzeitpause glich Rio Takizawa für den SC Sand mit einem spektakulären Distanzschuss aus. Der Treffer der Kategorie „Tor des Monats“ gab den Gästen aus Baden sichtlich Auftrieb und sorgte für eine offene Anfangsphase nach dem Seitenwechsel.

Doch dann schlug die Stunde von Olivia Alcaide: In der 68. Minute tunnelte die 28-jährige Schwedin Sands Torhüterin Jule Baum zur erneuten Führung. In der Schlussphase profitierte die Angreiferin gleich zweimal von gravierenden Fehlpässen der Gäste am eigenen Strafraum – unter anderem von Torschützin Takizawa – und bestrafte diese eiskalt (81., 89. Minute). Mit diesem Hattrick sicherte sie den Thüringerinnen nicht nur den 4:1-Endstand, sondern auch den ersehnten Einzug unter die letzten Vier.

Kontrastprogramm zur Bundesliga

Der Pokalerfolg gleicht Balsam für die Seele des Tabellenletzten der Bundesliga. In der Liga kämpft Jena nach dem Aufstieg 2024 aktuell massiv gegen den Abstieg. Mit nur neun Punkten aus den bisherigen Partien und 15 Gegentoren in den letzten drei Spielen (gegen Bayern München, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Nürnberg) steht die Mannschaft stark unter Druck.

Alcaide, die erst in der Winterpause von Fenerbahçe Istanbul an die Saale gewechselt war, zeigte mit ihren Treffern jedoch genau die offensive Durchschlagskraft, die der Klub im Abstiegskampf dringend benötigt. Im Halbfinale wartet nun allerdings eine Mammutaufgabe: Die Jenaerinnen bekamen Rekordpokalsieger VfL Wolfsburg zugelost. Im zweiten Halbfinale trifft die SGS Essen, die überraschend Werder Bremen mit 1:0 bezwang, auf den amtierenden Titelverteidiger FC Bayern München.

Historischer Kontext: Die Pokal-Vergangenheit der Jenaer Frauen

Der Einzug ins Halbfinale weckt in der Stadt Erinnerungen an vergangene Glanzzeiten im Frauenfußball. Der größte Erfolg in diesem Wettbewerb liegt mittlerweile 16 Jahre zurück: Im Jahr 2010 erreichte die Mannschaft, damals noch unter dem Namen FF USV Jena auflaufend, das DFB-Pokalfinale. In Köln unterlagen die Thüringerinnen dem FCR 2001 Duisburg denkbar knapp mit 0:1.

Heute ist die Frauenabteilung vollständig in den Hauptverein FC Carl Zeiss Jena integriert und trägt ihre Heimspiele im traditionsreichen Ernst-Abbe-Sportfeld direkt an den Saaleauen im Paradiespark aus. Die Fans hoffen nun, dass der Rückenwind aus dem Pokal auch im anstehenden Bundesliga-Kellerduell gegen den Hamburger SV hilft.


Quelle:

Carl Zeiss Jena und SGS Essen im DFB-Pokal: Es gibt sie noch, die Erfolge der Underdogs


Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.