Pokal-Drama im Paradies: FCC-Frauen unterliegen Wolfsburg im Elfmeterschießen

Jena, 07. April 2026. Die Frauenmannschaft des FC Carl Zeiss Jena hat den Einzug ins Finale des DFB-Pokals nur hauchdünn verpasst. Vor heimischem Publikum zwang das Bundesliga-Schlusslicht den klaren Favoriten und Rekord-Pokalsieger VfL Wolfsburg am Ostersonntag ins Elfmeterschießen, musste sich dort aber am Ende geschlagen geben.

  • Wettbewerb: DFB-Pokal der Frauen
  • Begegnung: FC Carl Zeiss Jena – VfL Wolfsburg
  • Endergebnis: 4:5 nach Elfmeterschießen (0:0 nach Verlängerung)
  • Spieltag: Ostersonntag, 05. April 2026

Tragisches Ende vom Punkt

Die Entscheidung auf dem Rasen in der Saalestadt fiel erst in einem dramatischen Finale aus elf Metern. Nach über 120 torlosen Minuten (0:0) traten beide Teams zum nervenaufreibenden Elfmeterschießen an. Dabei sah es zwischenzeitlich nach einer historischen Überraschung für Jena aus: Nachdem die Wolfsburgerin Lineth Beerensteyn ihren Versuch verschossen hatte und vier Jenaerinnen zuvor sicher verwandelt hatten, bot sich Felicia Sträßer die große Chance, den Sieg für den FCC perfekt zu machen.

Doch VfL-Torhüterin Stina Johannes wurde zur entscheidenden Figur des Nachmittags: Sie parierte den Schuss von Sträßer und hielt die Hoffnungen der Gäste am Leben. Unmittelbar danach wehrte Johannes auch den Versuch der Jenaerin Fiona Gaißer ab. Den entscheidenden Treffer zum 5:4-Endstand markierte schließlich Smilla Vallotta für die Niedersächsinnen. VfL-Trainer Stephan Lerch zeigte sich nach dem Schlusspfiff der Sportschau gegenüber erleichtert: „Ich habe sehr gelitten. Jetzt bin ich einfach nur glücklich, dass wir uns durchgesetzt haben. Es ist nicht selbstverständlich, das so im Elfmeterschießen zu drehen.“

Jenaer Kampfgeist gegen erschöpfte Gäste

Für die Gäste aus Wolfsburg war das Spiel in Thüringen ein extrem zähes Ringen. Nach dem kräftezehrenden Aus in der Champions League gegen Olympique Lyon nach Verlängerung vor wenigen Tagen traten sie sichtlich erschöpft an. Die Jenaerinnen nutzten diesen Umstand mutig aus, standen defensiv kompakt und boten dem klaren Favoriten über die gesamte Spielzeit hinweg erfolgreich Paroli, auch wenn es am Ende nicht für die Sensation reichte. Wolfsburg zieht nun in das DFB-Pokalfinale ein.

Hintergrund: Frauenfußball-Tradition in Jena
Spiele wie dieses Pokal-Highlight lenken den Blick auf die lange und erfolgreiche Tradition des Frauenfußballs in der Universitätsstadt. Hervorgegangen aus dem traditionsreichen FF USV Jena, der über viele Jahre eine feste Größe in der 1. Frauen-Bundesliga war, sind die Spielerinnen heute fest in die Vereinsstrukturen des FC Carl Zeiss Jena integriert. Das Ernst-Abbe-Sportfeld im Paradies dient als sportliche Heimat und wird gerade bei Spielen gegen Spitzenteams wie Bayern München oder den VfL Wolfsburg zum Treffpunkt zahlreicher lokaler Fußballfans, die den Außenseiter lautstark unterstützen.

Quelle:

Pokalfinale! VfL Wolfsburg siegt in Jena im Elfmeterschießen


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