Kurz & Kompakt: Cyber-Risiken
- Herausgeber: Creditreform Jena
- Aktuelle Lage: Deutliche Zunahme von Cyber-Attacken auf deutsche Ziele.
- Betroffene: Vermehrt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Behörden.
- Gefahrenart: Fokus auf DDoS-Attacken (Überlastung von Webseiten).
- Statistik: Im ersten Halbjahr 2025 zielten ca. 3,3 % aller weltweiten Angriffe auf Deutschland.
Jena. Es ist ein unsichtbarer Krieg, der rund um die Uhr geführt wird und dessen Auswirkungen oft erst bemerkt werden, wenn der Bildschirm schwarz bleibt oder die Firmenwebseite nicht mehr erreichbar ist. Am heutigen Donnerstag veröffentlichte die Creditreform Jena eine Analyse zur aktuellen Bedrohungslage im digitalen Raum. Die Botschaft ist eindeutig: Die Mauern müssen höher, die Gräben tiefer gezogen werden, denn deutsche Unternehmen rücken immer stärker in den Fokus internationaler Hacker.
Ein Warnschuss aus der jüngeren Vergangenheit
Um die Dringlichkeit der Lage zu verdeutlichen, blickt der Bericht auf den Juli 2025 zurück. Damals traf es die Stadt Nürnberg. Was zunächst wie ein technischer Defekt wirkte, entpuppte sich als massive DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service). Ein ideologisch motiviertes Hacker-Netzwerk flutete die Server der Stadtverwaltung mit einer solchen Masse an gleichzeitigen Anfragen, dass die Systeme unter der Last zusammenbrachen.
Zwar konnten die IT-Spezialisten damals verhindern, dass sensible Daten abflossen, doch wichtige Bürgerdienste standen stundenlang nicht zur Verfügung. Solche Vorfälle sind keine Einzelfälle mehr. Laut Daten von Microsoft richteten sich im ersten Halbjahr 2025 bereits rund 3,3 Prozent aller weltweiten Cyber-Angriffe gezielt gegen deutsche Infrastrukturen. Damit nimmt die Bundesrepublik innerhalb der Europäischen Union eine traurige Spitzenposition ein.
Gefahr für den Jenaer Mittelstand
Auch für den Wirtschaftsstandort Jena ist diese Entwicklung alarmierend. Während Großkonzerne oft über eigene Abteilungen zur Cyber-Abwehr verfügen, wiegen sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) häufig noch in falscher Sicherheit. Doch gerade sie sind attraktive Ziele: Oft sind die Sicherheitsvorkehrungen hier weniger komplex, während die erpressbaren Daten – von Patenten bis zu Kundendatenbanken – ebenso wertvoll sind.
Die Experten der Creditreform weisen darauf hin, dass die Angriffe zunehmend automatisiert ablaufen. Hacker scannen das Netz systematisch nach Schwachstellen. Veraltete Software, unsichere Passwörter oder fehlende Firewalls wirken dabei wie eine offene Hintertür. Ist ein System erst einmal infiziert, drohen nicht nur der Stillstand des Betriebs, sondern auch immense finanzielle Schäden und ein massiver Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern.
Prävention ist der beste Schutz
Was können Unternehmen in Jena und der Region tun? Neben technischen Hürden wie modernen Firewalls und regelmäßigen Backups spielt der „Faktor Mensch“ eine entscheidende Rolle. Schulungen für Mitarbeitende, um Phishing-Mails zu erkennen, sind essenziell. Zudem empfiehlt es sich, Notfallpläne in der Schublade zu haben: Wen rufe ich an, wenn nichts mehr geht? Wie informiere ich meine Kunden?
Die Creditreform selbst nutzt die Erkenntnisse aus der Wirtschaftsforschung, um eigene Systeme abzusichern und Mitglieder für die Risiken zu sensibilisieren. In einer vernetzten Wirtschaft, wie sie in der Lichtstadt Jena gelebt wird, ist IT-Sicherheit keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für unternehmerischen Erfolg.
Quelle:
Hohe Mauern, tiefe Gräben
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.