Neues Leben im Columbuscenter: Hoffnung für Winzerlas Sorgenkind

  • Ort: Jena-Winzerla, Columbuscenter
  • Status: Wiederbelebung & Sanierungsplanung
  • Entwicklung: Auslastung (EG) nähert sich 50 %
  • Neueröffnung: u.a. MD Alibabamarkt

Jena-Winzerla, 13.02.2026 – Totgesagte leben länger – dieses Sprichwort scheint sich aktuell im Jenaer Stadtteil Winzerla zu bewahrheiten. Das Columbuscenter, das in den vergangenen Jahren zunehmend mit Leerstand und einem Imageverlust zu kämpfen hatte, sendet deutliche Lebenszeichen. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Talsohle durchschritten sein könnte und die wichtige Nahversorgungsfunktion für das Wohngebiet wieder gestärkt wird.

Trendwende durch neue Mieter

Lange Zeit bot das Center an der Schnittstelle des großen Wohngebietes ein eher tristes Bild. Heruntergelassene Rollläden und verwaiste Ladenflächen prägten die Passage. Doch nun kommt Bewegung in die Immobilie. Berichten zufolge nähert sich die Auslastung im Erdgeschoss der Ladenpassage wieder der 50-Prozent-Marke an – ein psychologisch und wirtschaftlich wichtiger Meilenstein.

Ein konkretes Beispiel für den frischen Wind ist die Eröffnung des „MD Alibabamarkt“. Solche Neuansiedlungen sind essenziell, um Frequenz in das Center zu bringen. Ein funktionierender Mietermix, der über den bloßen Bedarfskauf hinausgeht, gilt als Schlüssel für den Erhalt solcher Stadtteilzentren. Wenn Kunden wieder einen Grund haben, das Gebäude zu betreten, profitieren davon auch die verbliebenen Bestandsmieter.

Bedeutung für den Stadtteil Winzerla

Für die Anwohner in Winzerla sind dies gute Nachrichten. In großen Wohngebieten, die oft durch Plattenbauten und eine hohe Bevölkerungsdichte geprägt sind, ist die fußläufige Nahversorgung ein entscheidender Faktor für die Lebensqualität. Das Columbuscenter war konzeptionell einst als pulsierendes Herz des Viertels geplant. Funktioniert es nicht, müssen gerade ältere Bewohner längere Wege für alltägliche Erledigungen in Kauf nehmen.

Stadtplanerisch ist die Revitalisierung von Objekten wie dem Columbuscenter daher von hoher Priorität. Sie fungieren nicht nur als Einkaufsort, sondern auch als sozialer Treffpunkt, der Begegnungen im Viertel ermöglicht. Der drohende Verfall solcher Großimmobilien zieht oft auch das Image des gesamten umliegenden Quartiers in Mitleidenschaft, weshalb die aktuellen Sanierungspläne weit über die bloße Architektur hinaus von Bedeutung sind.

Sanierungsplan und offene Fragen

Trotz der positiven Signale bei der Vermietung bleiben Herausforderungen bestehen. Der Begriff „Sanierungsplan“ deutet darauf hin, dass an der Bausubstanz und der technischen Ausstattung des in die Jahre gekommenen Gebäudes gearbeitet werden muss. Oftmals entsprechen Heizung, Lüftung oder die Raumaufteilung von Einkaufszentren aus früheren Jahrzehnten nicht mehr den modernen Standards oder den Anforderungen heutiger Einzelhändler.

Es bleiben auch offene Fragen: Wie nachhaltig ist das neue Interesse der Mieter? Wie sieht das langfristige Konzept der Eigentümer aus, um gegen die übermächtige Konkurrenz des Online-Handels und der großen Einkaufszentren im Stadtzentrum zu bestehen? Die kommenden Monate werden zeigen, ob die aktuellen Neueröffnungen der Startschuss für eine dauerhafte Renaissance des Columbuscenters sind oder nur ein kurzes Aufflackern.

Ausblick

Die Richtung stimmt jedoch vorerst. Für Winzerla ist zu hoffen, dass die Sanierungspläne zügig umgesetzt werden und das Center wieder zu dem wird, was es sein sollte: Ein lebendiger Mittelpunkt für die Menschen im Stadtteil.

Wir bleiben für Sie an der Entwicklung dran und berichten, sobald weitere Details zu den Umbauplänen bekannt werden.


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