FC Carl Zeiss Jena: Endgültiger Schlussstrich – Vertrag mit Kay Seidemann aufgelöst

  • Verein: FC Carl Zeiss Jena
  • Spieler: Kay Seidemann (25, Mittelfeld)
  • Ereignis: Einvernehmliche Vertragsauflösung
  • Hintergrund: Fan-Proteste wegen Erfurt-Vergangenheit & Disziplinlosigkeiten
  • Zukunft: Möglicher Wechsel zu Chemie Leipzig

Jena (07.02.2026) – Es war eine Beziehung voller Missverständnisse, Nebengeräusche und sportlicher Höhen und Tiefen, die nun ihr offizielles Ende gefunden hat. Der FC Carl Zeiss Jena und Mittelfeldspieler Kay Seidemann gehen ab sofort getrennte Wege. Damit zieht der Verein die Konsequenzen aus einer Entwicklung, die sich über Monate angedeutet hatte und das Umfeld des Clubs spürbar belastete.

Das Ende eines langen Missverständnisses

Was sich in den letzten Wochen bereits abzeichnete, ist nun Gewissheit: Der Regionalligist FC Carl Zeiss Jena hat die Zusammenarbeit mit dem 25-jährigen Kay Seidemann beendet. Wie der Verein bestätigte, wurde der Vertrag des Offensivspielers einvernehmlich aufgelöst. Damit endet eine rund anderthalbjährige Episode an den Kernbergen, die von Beginn an unter einem schwierigen Stern stand.

Der Transfer, der im Sommer 2024 noch unter dem damaligen Sportchef Stefan Böger eingefädelt wurde, sorgte von Tag eins an für Zündstoff in der Fanszene. Der Grund lag in Seidemanns Vergangenheit beim Erzrivalen Rot-Weiß Erfurt und negativen Äußerungen, die er in dieser Zeit über den Jenaer Traditionsverein getätigt hatte. Teile der aktiven Fanszene verziehen ihm diese Aussagen nie. Die Situation im Ernst-Abbe-Sportfeld nahm zeitweise bizarre Züge an: Während die Mannschaft nach Siegen in der Kurve feierte, musste Seidemann fernbleiben. Andere Teile des Stadions reagierten daraufhin mit demonstrativen Solidaritätsbekundungen für den Spieler – ein Riss, der durch die Anhängerschaft ging und für ständige Unruhe sorgte.

Sportlicher Absturz und disziplinarische Probleme

Trotz der schwierigen Umstände lieferte Seidemann zunächst sportlich ab. In seiner Debütsaison glänzte er mit starken Werten: Zehn Tore und fünf Vorlagen in 24 Einsätzen ließen das sportliche Talent des 25-Jährigen aufblitzen. Doch seit dem vergangenen Sommer zeigte die Formkurve steil nach unten, begleitet von Problemen abseits des Platzes.

Berichten zufolge häuften sich Fehlzeiten im Training. Die Situation eskalierte soweit, dass Sportdirektor Miroslav Jovic persönlich eingreifen musste und den Spieler teilweise von zu Hause abholte, um ihn zum Training zu fahren. Der negative Höhepunkt folgte Anfang dieses Jahres: Aufgrund fehlender Fitness wurde Seidemann nicht mit in das Trainingslager in die Türkei genommen. Stattdessen verordnete ihm das Trainerteam um Volkan Uluc ein individuelles Aufbauprogramm in Jena.

Doch auch diese Maßnahme brachte nicht die erhoffte Wende. Nachdem sich Seidemann Anfang der Woche erneut krankgemeldet hatte und beim 3:2-Testspielsieg gegen Plauen nicht im Kader stand, sahen die Verantwortlichen keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit.

Wie geht es weiter? Spur führt nach Leipzig

Mit der Vertragsauflösung kehrt beim FC Carl Zeiss Jena nun Ruhe in diese Personalie ein. Für den Verein bedeutet dies, dass man sich im Saisonendspurt wieder voll auf das Sportliche konzentrieren kann, ohne wöchentliche Diskussionen über den Status des Mittelfeldspielers führen zu müssen.

Für Kay Seidemann scheint das nächste Kapitel jedoch schon bereitzuliegen. Nach Informationen der „Bild“ steht der Spieler kurz vor einer Einigung mit einem Ligakonkurrenten: Chemie Leipzig soll Interesse an einer Verpflichtung haben. Ob Seidemann dort zu alter Stärke zurückfinden kann, wird die Zukunft zeigen. In Jena wird man den Abgang vermutlich mit einer Mischung aus Erleichterung und Bedauern über das verschenkte Potenzial zur Kenntnis nehmen.

Der FC Carl Zeiss Jena wünscht dem Spieler für seinen weiteren Weg alles Gute, während der Fokus an den Kernbergen nun wieder ausschließlich dem Kampf um Punkte in der Regionalliga gilt.


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