Engpass am Uniklinikum: Blutkonserven in Jena werden knapp – Spender dringend gesucht

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Uniklinikum Jena (UKJ) meldet aktuell einen kritischen Rückgang der Blutkonserven-Vorräte.
  • Besonders die klassische Erkältungssaison und die zurückliegenden Feiertage sorgen für eine Spenden-Flaute.
  • Gesunde Bürger zwischen 18 und 68 Jahren werden dringend zur Spende in der Bachstraße oder in Lobeda aufgerufen.

Jena (15.01.2026) – Es ist ein wiederkehrendes, aber deshalb nicht minder gefährliches Phänomen zu Jahresbeginn: Die Regale in den Blutbanken leeren sich. Auch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) schlägt nun Alarm. Wie aktuelle Berichte bestätigen, werden die Blutkonserven am einzigen Universitätsklinikum Thüringens knapp. Ein Zustand, der schnell lebensbedrohlich für Patienten werden kann, wenn die Jenaer Bevölkerung nicht gegensteuert.

Das „Januar-Loch“: Warum die Vorräte jetzt schwinden

Mitte Januar ist für Transfusionsmediziner oft die schwierigste Zeit des Jahres. Die Gründe für den aktuellen Engpass sind vielschichtig, aber typisch für die Saison. Zum einen liegt eine lange Phase von Feiertagen und Schulferien hinter uns, in der traditionell weniger Menschen den Weg zur Blutspende finden – sei es wegen Urlaub oder familiärer Verpflichtungen. Zum anderen schlägt die Erkältungs- und Grippewelle zu.

Wer krank ist, Antibiotika nimmt oder sich einfach unwohl fühlt, darf nicht spenden, um weder sich selbst noch den Empfänger zu gefährden. Dies führt dazu, dass viele treue Dauerspender derzeit ausfallen. Doch der Bedarf im Klinikum macht keine Pause. Unfälle, Notoperationen und chronische Krankheiten richten sich nicht nach der Verfügbarkeit von Spenden.

Lebensretter aus der Nachbarschaft: Die Rolle des UKJ

Als Supramaximalversorger ist das UKJ nicht nur für Jena, sondern für weite teile Thüringens die letzte Instanz bei schweren Erkrankungen und Verletzungen. Blutkonserven werden dabei längst nicht nur für Unfallopfer benötigt, wie viele immer noch annehmen. Ein Großteil der Präparate fließt in die Krebstherapie. Patienten mit Leukämie oder Tumoren sind auf die regelmäßige Zufuhr von Blutbestandteilen angewiesen, um zu überleben.

Besonders kritisch ist dabei die Haltbarkeit: Während rote Blutkörperchen einige Wochen gelagert werden können, sind Blutplättchen (Thrombozyten) nur wenige Tage haltbar. Ein kontinuierlicher Fluss an Spenden ist daher unverzichtbar. Es gibt bis heute keinen künstlichen Ersatz für menschliches Blut – das macht die Solidarität der Jenaer Bevölkerung so essenziell.

So können Sie helfen: Standorte und Voraussetzungen

Das Institut für Transfusionsmedizin am UKJ bittet daher alle gesunden Bürgerinnen und Bürger, sich einen Ruck zu geben. Spenden kann grundsätzlich jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren, der mindestens 50 Kilogramm wiegt. Erstspender sollten ihren Personalausweis mitbringen.

In Jena gibt es üblicherweise zwei zentrale Anlaufstellen für Spender:

  • Standort Innenstadt: In der Bachstraße (ehemalige Chirurgie).
  • Standort Lobeda: Direkt im Hauptgebäude des Klinikums.

Eine Blutspende dauert inklusive Voruntersuchung und anschließendem Imbiss meist nicht viel länger als eine Stunde – eine Stunde, die für einen anderen Menschen ein ganzes Leben bedeuten kann.

Wir werden die Situation weiter beobachten und informieren Sie, sobald sich die Lage am Klinikum entspannt.


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