- Dringender Appell: Dem Universitätsklinikum Jena (UKJ) gehen die Blutreserven aus; die Versorgungslage ist angespannt.
- Saisonale Ursachen: Die Erkältungssaison und die Feiertage haben zu einem Rückgang der Spendenbereitschaft geführt.
- Jetzt helfen: Gesunde Menschen zwischen 18 und 68 Jahren werden gebeten, die Spendezentren in der Bachstraße oder in Lobeda aufzusuchen.
Jena (13.01.2026) – Es ist eine Nachricht, die Leben retten kann, wenn sie gehört wird: Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) schlägt Alarm. Die Bestände an lebenswichtigen Blutkonserven sind auf ein kritisches Niveau gesunken. Wie bei vielen Kliniken in Thüringen und ganz Deutschland macht sich auch in der Saalestadt der sogenannte „Januar-Effekt“ bemerkbar, der die medizinische Versorgung vor große Herausforderungen stellt.
Krankheitswellen und Feiertage leeren die Lager
Die aktuelle Knappheit kommt für Experten nicht überraschend, ist aber dennoch besorgniserregend. Der Jahresbeginn ist traditionell eine schwierige Zeit für Blutspendedienste. Viele potenzielle Spender liegen selbst mit Grippe, Corona oder grippalen Infekten flach und fallen somit für eine Spende aus. Hinzu kommt, dass in den Ferienwochen um Weihnachten und Neujahr viele Menschen verreist waren oder andere Prioritäten hatten. Da Blutpräparate – insbesondere Thrombozyten (Blutplättchen) – nur sehr kurz haltbar sind (teilweise nur wenige Tage), können keine großen Vorräte für schlechte Zeiten angelegt werden. Der Verbrauch in der einzigen Uniklinik Thüringens läuft jedoch unvermindert weiter.
Warum das UKJ besonders auf Hilfe angewiesen ist
Als Maximalversorger übernimmt das Klinikum in Lobeda die Behandlung der schwersten Fälle in der Region. Ob bei großen Operationen, nach schweren Verkehrsunfällen auf der A4 oder bei der Behandlung von Krebspatienten: Blutkonserven sind unverzichtbar. Ein großer Teil der gespendeten Konserven fließt in die Krebstherapie, da Chemotherapien oft die eigene Blutbildung der Patienten unterdrücken. Ohne den stetigen Nachschub durch freiwillige Spender aus Jena und dem Umland müssten im schlimmsten Fall planbare Operationen verschoben werden – ein Szenario, das die Verantwortlichen am UKJ unbedingt vermeiden wollen.
So können Sie in Jena helfen
Das Institut für Klinische Transfusionsmedizin Jena gGmbH bittet daher alle gesunden Bürger, die Ärmel hochzukrempeln. Spenden darf grundsätzlich jeder gesunde Erwachsenen zwischen 18 und 68 Jahren, der mehr als 50 Kilogramm wiegt. Erstspender sollten ihren Personalausweis nicht vergessen.
In Jena gibt es zwei zentrale Anlaufstellen für Spender:
- Standort Bachstraße: Im alten Klinikviertel im Stadtzentrum.
- Standort Lobeda: Direkt im Hauptgebäude des Klinikums.
Eine Blutspende dauert inklusive Voruntersuchung und anschließendem Imbiss meist nicht länger als eine Stunde – eine Stunde, die für einen anderen Menschen ein ganzes Leben bedeuten kann. Bitte informieren Sie sich vorab auf der Webseite des UKJ über die aktuellen Öffnungszeiten.
Wir halten Sie zur Versorgungslage am Uniklinikum weiter auf dem Laufenden.
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