Engpass am UKJ: Blutkonserven in Jena werden knapp

  • Dringender Appell: Dem Uniklinikum Jena gehen die Blutreserven aus.
  • Besonders gesucht: Spender mit der Blutgruppe 0 negativ und Rhesus-negativ sind besonders gefragt.
  • Schnelle Hilfe: Das Institut für Transfusionsmedizin bittet die Bevölkerung um Unterstützung.

Jena (24.01.2026) – Es ist eine Nachricht, die Leben retten soll: Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) meldet aktuell einen kritischen Engpass bei den Blutkonserven. Besonders in den Wintermonaten, wenn Erkältungswellen und Grippe die Zahl der verfügbaren Spender reduzieren, kann die Versorgungslage in Thüringens größtem Krankenhaus schnell angespannt werden. Nun bitten die Mediziner die Jenaer Bevölkerung dringend um Mithilfe.

Die aktuelle Versorgungslage am Klinikum

Blutpräparate sind in der modernen Medizin unverzichtbar und durch nichts Künstliches vollständig zu ersetzen. Am Uniklinikum Jena werden täglich zahlreiche Konserven benötigt – sei es für geplante Operationen, die Versorgung von Unfallopfern oder für Krebspatienten, die im Rahmen ihrer Therapie regelmäßig auf Blutübertragungen angewiesen sind. Wenn die Lagerbestände zur Neige gehen, müssen im schlimmsten Fall planbare Eingriffe verschoben werden, um Reserven für akute Notfälle freizuhalten.

Aktuell verschärft sich die Situation offenbar erneut. Gerade zum Jahresbeginn ist die Spendenbereitschaft oft noch verhalten, während gleichzeitig viele potenzielle Spender durch saisonale Infekte vorübergehend ausfallen. Das UKJ weist darauf hin, dass jede Spende zählt, um die Versorgungssicherheit in der Region aufrechtzuerhalten.

Warum bestimmte Blutgruppen besonders fehlen

Obwohl jede Blutspende willkommen ist, richtet sich der Blick der Transfusionsmediziner oft besorgt auf die Bestände der Blutgruppe 0 negativ. Menschen mit dieser Blutgruppe gelten als sogenannte Universalspender. Ihre roten Blutkörperchen können im absoluten Notfall – wenn keine Zeit für eine genaue Bestimmung der Blutgruppe des Empfängers bleibt – fast jedem Patienten übertragen werden. Da jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung diese Blutgruppe besitzt, sind diese Konserven meist zuerst vergriffen. Aber auch andere Blutgruppen werden dringend benötigt, um patientengerecht transfundieren zu können.

Wer darf spenden und wie läuft es ab?

Um die Knappheit zu bekämpfen, sind alle gesunden Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren aufgerufen, sich prüfen zu lassen. Erstspender dürfen in der Regel nicht älter als 60 Jahre sein. Wichtig ist, dass sich die Spender gesund fühlen und am Tag der Spende ausreichend gegessen und getrunken haben (mindestens 1,5 bis 2 Liter alkoholfreie Flüssigkeit). Das Mindestgewicht für eine Blutspende liegt bei 50 Kilogramm.

Eine Vollblutspende dauert inklusive der Voruntersuchung und der anschließenden Ruhepause meist nicht viel länger als eine Stunde. Dabei werden etwa 500 Milliliter Blut entnommen. Der Körper gleicht diesen Verlust zügig wieder aus, sodass keine dauerhaften Nachteile entstehen. Als kleines Dankeschön erhalten Spender in der Regel einen Imbiss oder eine Aufwandsentschädigung.

Hier können Sie helfen

Das Institut für Transfusionsmedizin am Uniklinikum Jena ist die zentrale Anlaufstelle für Spender. Interessierte können sich direkt am Standort in Lobeda oder in der Bachstraße (bitte aktuelle Öffnungszeiten prüfen) melden. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich oft, vorab einen Termin zu vereinbaren. Mitzubringen ist in jedem Fall ein gültiger Personalausweis.

Mit einer einzigen Blutspende können bis zu drei Menschenleben gerettet werden – ein kleiner Piks mit großer Wirkung für die Gemeinschaft in Jena.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.