Vorsicht Abzocke: Betrügerische Gewinnversprechen in Jena gemeldet

Das Wichtigste in Kürze:

  • Falsche Glücksboten: Betrüger stellen telefonisch hohe Geldgewinne in Aussicht, verlangen aber Vorkasse.
  • Keine Überweisungen: Die Täter fordern oft Gebühren in Form von Gutscheinkarten (Steam, Google Play) oder Geldtransfers.
  • Polizei rät: Geben Sie keine Daten preis, legen Sie sofort auf und warnen Sie ältere Angehörige.

Jena (17.01.2026) – Der Traum vom großen Geld endet oft in einem Albtraum: Die Landespolizeiinspektion und lokale Medien warnen erneut vor der Masche des „betrügerischen Gewinnversprechens“. Am gestrigen Freitag wurde in Jena wieder ein solcher Fall bekannt, bei dem Kriminelle versuchten, Bürger um ihr Erspartes zu bringen. Gerade zum Wochenende hin nutzen Betrüger die Erreichbarkeit der Menschen zu Hause schamlos aus.

Die perfide Masche mit der Vorkasse

Das Vorgehen der Täter ist dabei fast immer identisch und psychologisch geschickt aufgebaut. Das Telefon klingelt, und eine freundliche, oft seriös klingende Stimme gratuliert zu einem angeblichen Gewinn. Meist handelt es sich um hohe Bargeldsummen im fünfstelligen Bereich oder sogar um hochwertige Autos. Doch es gibt einen Haken: Um den Gewinn ausgezahlt zu bekommen, müsse der „Glückliche“ zunächst für Kosten aufkommen.

Die Betrüger begründen diese Forderungen kreativ: Mal sind es angebliche Notargebühren, mal Transportkosten für den Geldtransporter oder Steuern, die vorab entrichtet werden müssen. Besonders tückisch ist, dass die Täter ihre Opfer oft anweisen, diese Gebühren nicht per Banküberweisung, sondern mittels Geschenkkarten (wie Google Play, Amazon oder Steam) oder über Bargeldtransferdienste zu begleichen. Sobald die Codes dieser Karten am Telefon durchgegeben werden, ist das Geld unwiderruflich weg – einen Gewinn gibt es natürlich nie.

Einordnung: Sicherheit in Jena

Auch wenn Jena als sichere Stadt gilt, ist die Bevölkerung vor dieser Form der Telefonkriminalität nicht gefeit. Die Täter sitzen meist in Callcentern im Ausland und nutzen technische Manipulationen („Call ID Spoofing“), um auf dem Display der Opfer eine örtliche Jenaer Vorwahl oder sogar die Nummer der Polizei (110) vorzutäuschen. Dies soll Vertrauen wecken.

Experten warnen davor, dass die Täter gezielt Telefonbucheinträge nach Vornamen durchsuchen, die auf ältere Mitbürger schließen lassen. Aber auch jüngere Menschen können in einem Moment der Unaufmerksamkeit auf die professionelle Gesprächsführung hereinfallen. In Jena und Umgebung kommt es immer wieder zu Wellen solcher Anrufe. Die emotionale Manipulation – der Wechsel zwischen großer Freude über den Gewinn und dem künstlich erzeugten Zeitdruck („Der Geldtransporter wartet schon“) – setzt das rationale Denken oft außer Kraft.

So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen

Die Polizei Jena hat eine klare Botschaft: Wer nichts gewonnen hat, kann auch nichts gewinnen. Sollten Sie an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben, ist ein solcher Anruf zu 100 Prozent ein Betrugsversuch. Aber selbst bei tatsächlichen Gewinnspielen müssen Gewinner niemals in Vorleistung gehen, um ihren Preis zu erhalten.

Verhaltenstipps der Polizei:

  • Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln. Legen Sie einfach auf. Das ist nicht unhöflich, sondern Selbstschutz.
  • Geben Sie niemals persönliche Daten, Bankverbindungen oder Details zu Ihren Vermögensverhältnissen preis.
  • Kaufen Sie keine Gutscheinkarten, um damit vermeintliche Gebühren zu bezahlen.
  • Sprechen Sie mit älteren Verwandten und Nachbarn über diese Masche. Aufklärung ist der beste Schutz.

Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei in Jena zu erstatten. Wir halten Sie über die aktuelle Sicherheitslage in der Saalestadt weiterhin auf dem Laufenden.


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