Begegnungszentrum Winzerla: Einwohnerantrag bringt Goethe-Schule wieder ins Spiel

  • Bürgerinitiative: Ein offizieller Einwohnerantrag wurde eingereicht.
  • Standortfrage: Die alte Goethe-Schule soll erneut auf Eignung geprüft werden.
  • Entscheidung: Der Jenaer Stadtrat muss sich nun mit dem Begehren befassen.

Jena-Winzerla (23.01.2026) – In die Diskussion um den künftigen Standort des Begegnungszentrums im Jenaer Stadtteil Winzerla kommt neue Bewegung. Wie am Freitag bekannt wurde, liegt ein neuer Einwohnerantrag vor, der die Stadtverwaltung und die politischen Gremien dazu auffordert, eine bestimmte Immobilie noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen: die ehemalige Goethe-Schule.

Bürger fordern transparente Prüfung

Die Suche nach einem geeigneten Ort für das soziale und kulturelle Herz des Stadtteils beschäftigt Anwohner und Planer schon seit geraumer Zeit. Mit dem nun eingereichten Einwohnerantrag machen die Bürger von ihrem demokratischen Recht Gebrauch, direkt Einfluss auf die Stadtplanung zu nehmen. Kernforderung des Antrags ist eine erneute und unvoreingenommene Prüfung der Goethe-Schule als potenzielles Domizil für das Begegnungszentrum.

Aus Sicht der Antragsteller bietet das Bestandsgebäude möglicherweise Potenziale, die in früheren Planungsphasen zu wenig berücksichtigt oder anders bewertet wurden. Oftmals spielen bei solchen Überlegungen Faktoren wie die zentrale Lage im Quartier, die Identifikation der Bewohner mit dem historischen Gebäude und Aspekte der Nachhaltigkeit – also Sanierung statt Neubau – eine entscheidende Rolle. Der Antrag signalisiert deutlich: Die Einwohner wollen sichergehen, dass keine Option vorschnell verworfen wurde.

Bedeutung für den Stadtteil Winzerla

Winzerla ist einer der großen Stadtteile Jenas, geprägt durch Plattenbauten, aber auch durch viel Grün und eine starke Nachbarschaft. Ein funktionierendes Begegnungszentrum ist für die soziale Infrastruktur essenziell. Es dient als Treffpunkt für Vereine, für Seniorenarbeit, Jugendprojekte und kulturelle Veranstaltungen. Die Standortfrage ist daher nicht nur eine bauliche, sondern eine zutiefst soziale Entscheidung.

Dass sich nun Bürger formieren und den formalen Weg eines Einwohnerantrags wählen, zeigt, wie hoch der Stellenwert dieses Projekts im Viertel ist. Es verdeutlicht auch den Wunsch nach Mitsprache bei Großprojekten, die das direkte Lebensumfeld über Jahrzehnte prägen werden.

Das weitere politische Verfahren

Ein Einwohnerantrag ist in der Thüringer Kommunalordnung fest verankert und stellt ein wichtiges Instrument der direkten Demokratie dar. Wenn die formalen Voraussetzungen – insbesondere die erforderliche Anzahl an Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnern – erfüllt sind, ist der Jenaer Stadtrat verpflichtet, sich mit dem Thema in einer seiner nächsten Sitzungen öffentlich zu befassen.

Die Stadtverwaltung wird nun voraussichtlich eine Stellungnahme erarbeiten müssen, in der dargelegt wird, warum die Goethe-Schule bisher nicht favorisiert wurde oder unter welchen Umständen eine Umnutzung doch denkbar wäre. Dazu gehören in der Regel Kostenschätzungen für Sanierung und Umbau sowie baurechtliche Prüfungen. Für die Kommunalpolitik bedeutet der Antrag, dass die Debatte um das Begegnungszentrum Winzerla in eine neue Runde geht und die Argumente der Bürgerschaft neu gewichtet werden müssen.

Wir bleiben an der Entwicklung dran und berichten, sobald der Stadtrat einen Termin für die Beratung angesetzt hat.


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