Jena, 02.04.2026 – Das zukunftsweisende Reallabor JenErgieReal geht in die bauliche Umsetzungsphase. In verschiedenen Jenaer Stadtteilen entstehen bis 2027 vernetzte Anlagen zur intelligenten Steuerung von Strom, Wärme und Elektromobilität.
- Projekt: Reallabor JenErgieReal (Aufbau eines virtuellen Kraftwerks)
- Batteriespeicher: Geplant in Göschwitz und Drackendorf
- E-Ladesäulen: Zentrum, Westviertel und Winzerla
- Wärme-Modellquartier: Salvador-Allende-Platz in Lobeda-Ost
- Ausstellung: „ENERGIE – WAS UNS BEWEGT“ im EnergieLabor, Löbderstraße
- Fertigstellung: Geplant für Herbst 2027
- Budget: Rund 40 Millionen Euro (davon etwa die Hälfte aus Bundesmitteln)
Ein virtuelles Kraftwerk für Jena
Die Stadtwerke Jena Gruppe hat den Startschuss für umfassende Infrastrukturmaßnahmen im Stadtgebiet sowie im angrenzenden Saale-Holzland-Kreis gegeben. Kernstück des Projekts JenErgieReal ist der Aufbau eines sogenannten virtuellen Kraftwerks. Dieses System verknüpft dezentrale Erzeugungsanlagen, Energieverbraucher und Stromspeicher miteinander. Durch die intelligente, digitale Steuerung sollen Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit aufeinander abgestimmt, Lastspitzen im Netz vermieden und Energie insgesamt deutlich effizienter genutzt werden.
Bauprojekte in den Stadtteilen
Die bauliche Umsetzung erstreckt sich über mehrere Stadtviertel. In den industriell und gewerblich geprägten Bezirken Göschwitz und Drackendorf ist die Installation großformatiger Batteriespeicher vorgesehen. Gleichzeitig wird die Infrastruktur für Elektromobilität ausgebaut: Neue Ladesäulen sollen im Zentrum, im Westviertel sowie in Winzerla entstehen.
Am Salvador-Allende-Platz in Lobeda-Ost erproben die Projektpartner zudem neue Konzepte für Heizwärme und Warmwasser. Durch smarte Steuerungssysteme soll in diesem Modellquartier der Energieverbrauch gesenkt werden. Das primäre Ziel: CO2-Emissionen verringern und die Nebenkosten für die Mieterschaft auch in Zukunft stabil halten.
Begleitforschung und Ausstellung
Da die Energiewende nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche Fragen aufwirft, wird das Vorhaben sozialwissenschaftlich begleitet. Im Fokus steht dabei die Akzeptanz in der Bevölkerung. Interessierte Bürger können sich in der Ausstellung „ENERGIE – WAS UNS BEWEGT“ informieren. Die Schau, die konkrete Einblicke in die neuen Technologien und Konzepte bietet, ist unter anderem im EnergieLabor in der Löbderstraße zu sehen. Weitere Informationen zur Stadtwerke Jena Gruppe und ihren Projekten finden sich online unter stadtwerke-jena.de.
Hintergrund: Stadtteile im Wandel
Die Auswahl der Standorte für das Projekt JenErgieReal spiegelt die vielfältige Struktur Jenas wider. Göschwitz ist als bedeutender Gewerbe- und Industriestandort im Süden der Stadt ein idealer Knotenpunkt für den Test von leistungsstarken Batteriespeichern, da hier naturgemäß ein hoher und volatiler Energiebedarf herrscht. Lobeda-Ost, in den 1970er und 80er Jahren als ausgedehnte Großwohnsiedlung erbaut, beheimatet Tausende Mieter. Energetische Sanierungen und smarte Heizmodelle, wie sie nun am Salvador-Allende-Platz getestet werden, haben hier eine enorme Hebelwirkung auf die städtische CO2-Bilanz und dienen bundesweit oft als Blaupause für die technologische Nachrüstung vergleichbarer Wohngebiete.
Quelle:
Baustart von Reallabor JenErgieReal – stadt+werk online | stadt+werk – Kommunale Klimaschutz- und Energiepolitik
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.