Jena. Es gibt Spiele, bei denen das Ergebnis fast zur Nebensache wird, weil die Geschichte dahinter so groß ist. An diesem Wochenende blickt ganz Basketball-Deutschland nach Jena, doch für die Fans in der Saalestadt geht es vor allem um eins: Die Rückkehr eines verlorenen Sohnes.
- Was: Rückkehr von Johannes Voigtmann (FC Bayern München)
- Wo: Sparkassen-Arena, Jena-Burgau
- Hintergrund: Spiel gegen seinen Ex-Club
- Status: Emotionales Highlight der Saison
Ein Weltmeister in Burgau
Wenn Johannes Voigtmann das Parkett der Sparkassen-Arena betritt, dürfte der Applaus lauter ausfallen als bei jedem anderen Gastspieler zuvor. Der Center, der 2023 mit der deutschen Nationalmannschaft sensationell den Weltmeistertitel holte, trägt mittlerweile das Trikot des FC Bayern München. Doch seine Wurzeln als Profi liegen hier in Thüringen.
Für Science City Jena ist diese Partie ein absolutes Fest. Dass ein Spieler von Voigtmanns Kaliber – dekoriert mit Titeln und jahrelanger EuroLeague-Erfahrung – wieder an seiner alten Wirkungsstätte aufläuft, unterstreicht die Bedeutung des Standorts Jena für die Talentschmiede im deutschen Basketball. Voigtmanns Karriereweg, der ihn von Jena über Frankfurt und Vitoria bis nach Moskau, Mailand und schließlich München führte, begann einst hier an der Saale.
Mehr als nur ein Pflichtspiel
Sportlich sind die Rollen klar verteilt: Der FC Bayern München reist als Favorit an. Der Kader der Münchener ist gespickt mit Top-Athleten und auf europäischem Top-Niveau angesiedelt. Doch in Jena weiß man: Der Pokal oder besondere Ligaspiele schreiben ihre eigenen Gesetze, und die Atmosphäre in der „Arena“ in Burgau kann Berge versetzen.
Für die Zuschauer ist es die Gelegenheit, Weltklasse-Basketball hautnah zu erleben. Die Präsenz eines aktuellen Weltmeisters verleiht dem Spiel einen Glanz, den man im Liga-Alltag nicht jede Woche sieht. Es ist davon auszugehen, dass die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird. Die Ticketnachfrage im Vorfeld war entsprechend riesig.
Emotionen vorprogrammiert
Voigtmann selbst hatte in der Vergangenheit nie einen Hehl daraus gemacht, wie viel ihm seine Zeit in Jena bedeutet hat. Die Entwicklung vom jungen Talent zum Führungsspieler der Nationalmannschaft wurde hier maßgeblich angestoßen. Solche Rückkehren sind im Profisport oft Momentaufnahmen, doch für die lokale Basketball-Community ist es eine Bestätigung ihrer Arbeit und Treue.
Ob Jena dem Favoriten aus München ein Bein stellen kann, wird sich auf dem Court zeigen. Sicher ist jedoch: Nach der Schlusssirene wird das Ergebnis für einen Moment zweitrangig sein, wenn Jena seinen Weltmeister feiert.
Wir wünschen allen Fans ein friedliches und spannendes Basketball-Fest in Jena-Burgau.
Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.