Arbeitsmarkt Jena: Arbeitslosenquote steigt im Januar 2026 auf 6,5 Prozent

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Arbeitslose gesamt: 3.733 Personen
  • Veränderung zum Vormonat: +190 Personen
  • Veränderung zum Vorjahr: +254 Personen
  • Arbeitslosenquote: 6,5 Prozent
  • Offene Stellen: 1.011 (Bestand)

Jena (30.01.2026) – Der Arbeitsmarkt in der Saalestadt verzeichnet zum Start in das Jahr 2026 einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit. Wie die Stadt Jena und die zuständigen Behörden berichten, waren im Januar insgesamt 3.733 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Zuwachs von 190 Personen im Vergleich zum Dezember des Vorjahres. Auch im Jahresvergleich zeigt sich ein negativer Trend: Gegenüber dem Januar 2025 sind aktuell 254 Männer und Frauen mehr ohne Beschäftigung.

Saisonale Effekte und auslaufende Verträge

Die aktuelle Arbeitslosenquote in Jena kletterte auf 6,5 Prozent. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu Jahresbeginn ist in der Statistik kein ungewöhnliches Phänomen, sondern folgt einem typischen saisonalen Muster. In den Wintermonaten ruhen witterungsbedingt oft Arbeiten in den Außenberufen, etwa im Bauwesen, im Garten- und Landschaftsbau oder in Teilen der Landwirtschaft. Hinzu kommt ein administrativer Effekt: Viele befristete Arbeitsverträge enden traditionell zum 31. Dezember eines Jahres. Werden diese nicht verlängert, melden sich die Betroffenen im Januar arbeitslos, bis im Frühjahr oft eine neue Einstellung erfolgt.

Die Verteilung der Betreuung zeigt die unterschiedlichen Zuständigkeiten im deutschen Sozialsystem. Bei der Agentur für Arbeit (SGB III) waren im Januar 1.556 Personen registriert. Die Mehrheit der Arbeitslosen in Jena wird jedoch durch das Jobcenter (SGB II) betreut: Hier waren 2.177 Menschen gemeldet, was einem Anteil von rund 58 Prozent an der Gesamtarbeitslosigkeit entspricht.

Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt bestehen

Trotz des Anstiegs der Erwerbslosenzahlen ist der Arbeitsmarkt in Jena keineswegs zum Erliegen gekommen. Die Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften ist weiterhin vorhanden, wenn auch im Januar oft etwas verhaltener als in den Herbstmonaten. Lokale Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 249 neue Stellen. Damit lag der Bestand an offenen Stellen bei insgesamt 1.011 Vakanzen. Dies deutet darauf hin, dass es für Qualifizierte weiterhin gute Einstiegschancen gibt, sobald die saisonale „Winterpause“ in einigen Branchen vorüber ist.

Entwicklung bei der Grundsicherung

Ein interessantes Detail liefert der Blick auf die soziale Absicherung: In der Grundsicherung ist die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften im Jahresvergleich leicht zurückgegangen. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass trotz der aktuellen monatlichen Schwankungen die strukturelle Langzeitarbeitslosigkeit oder die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen in bestimmten Bereichen zumindest nicht weiter anwächst.

Experten rechnen erfahrungsgemäß damit, dass mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung in den kommenden Monaten die Zahlen wieder rückläufig sein werden, sobald witterungsabhängige Branchen ihre Tätigkeit wieder voll aufnehmen.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.