Arbeitslosigkeit im Saale-Holzland-Kreis: Saisonaler Anstieg im Januar 2026

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • Arbeitslosenquote: 5,3 Prozent
  • Gesamtzahl Arbeitslose: 2.290 Personen
  • Veränderung zum Vormonat: +103
  • Veränderung zum Vorjahr: +95
  • Offene Stellen: 734

Eisenberg/Jena (30.01.2026) – Der Jahresbeginn bringt traditionell Bewegung in den Arbeitsmarkt, allerdings oft nicht im positiven Sinne. Auch im Saale-Holzland-Kreis (SHK) ist die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 spürbar angestiegen. Dies geht aus den aktuellen Zahlen hervor, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurden.

Saisonaler Dämpfer zum Jahresauftakt

Wie die Statistik zeigt, waren im Januar insgesamt 2.290 Menschen im Landkreis arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet einen Anstieg von 103 Personen im Vergleich zum Dezember 2025. Auch im Jahresvergleich zeigt sich eine leichte Zunahme: Gegenüber dem Januar des Vorjahres sind aktuell 95 Menschen mehr ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote kletterte damit auf einen Wert von 5,3 Prozent.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten ist dabei kein ungewöhnliches Phänomen. Experten sprechen hierbei oft von saisonalen Effekten. Vor allem in den Außenberufen, wie dem Baugewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau oder der Landwirtschaft, ruht die Arbeit witterungsbedingt häufig. Kündigungen zum Jahresende und auslaufende befristete Verträge zum Quartalsabschluss tragen ebenfalls statistisch zu diesem Effekt bei.

Zweiteilung des Arbeitsmarktes: Agentur und Jobcenter

Ein Blick auf die Zuständigkeiten offenbart die Struktur der Erwerbslosigkeit im Landkreis. Von den insgesamt gemeldeten Arbeitslosen wurden im Januar 1.093 Personen durch die Agentur für Arbeit betreut (Rechtskreis SGB III, meist kurzzeitige Arbeitslosigkeit). Demgegenüber standen 1.197 Personen, die beim Jobcenter registriert waren (Rechtskreis SGB II, Bürgergeld-Bezug). Damit liegt der Anteil der Arbeitslosen, die durch das Jobcenter betreut werden, bei rund 52 Prozent.

Ein positiver Trend lässt sich jedoch in der Grundsicherung verzeichnen: Die Zahl der sogenannten Bedarfsgemeinschaften ging im Jahresvergleich um beachtliche acht Prozent zurück. Dies deutet darauf hin, dass trotz der aktuellen monatlichen Schwankungen langfristig weniger Haushalte auf staatliche Unterstützung zur Existenzsicherung angewiesen sind.

Fachkräftebedarf bleibt bestehen

Trotz der gestiegenen Arbeitslosenzahlen bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften im Saale-Holzland-Kreis auf einem relevanten Niveau, auch wenn die Dynamik zu Jahresbeginn oft etwas verhaltener ist. Unternehmen aus der Region meldeten im Januar 174 neue Stellen. Damit liegt der Gesamtbestand an offenen Stellen im Landkreis aktuell bei 734.

Dies unterstreicht, dass der Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig ist. Viele Branchen suchen händeringend nach Fachkräften, und der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit dürfte sich mit dem Einsetzen der Frühjahrsbelebung in den kommenden Monaten wieder relativieren. Für Arbeitssuchende lohnt sich daher auch jetzt der Blick in die Stellenbörsen, da viele Unternehmen bereits Personal für die Zeit nach der Winterpause planen.

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die typische Winterdelle am Arbeitsmarkt, geben aber aufgrund des beständigen Stellenangebots und des Rückgangs bei den Bedarfsgemeinschaften keinen Anlass zu akutem Pessimismus für das Wirtschaftsjahr 2026.


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