Amphibienwanderung in Thüringen: NABU bittet Autofahrer um Tempo 30

Jena/Thüringen, 05. März 2026 – Mit den steigenden Temperaturen erwacht die Natur aus dem Winterschlaf: In Thüringen hat die jährliche Amphibienwanderung begonnen. Erste Molche, Erdkröten und Grasfrösche wurden bereits an schützenden Zäunen eingesammelt und sicher über Straßen getragen. Der NABU Thüringen ruft Autofahrer nun zu erhöhter Wachsamkeit auf.

  • Ereignis: Start der jährlichen Amphibienwanderung in Thüringen
  • Bedingungen: Feuchte Witterung, Temperaturen ab ca. 6 Grad Celsius, meist in der Abenddämmerung
  • Verhaltenstipp: Maximal 30 km/h an bekannten Wanderstrecken fahren
  • Schutzfokus: Kröten, Frösche, Molche und ehrenamtliche Helfer am Straßenrand

Lebensgefahr durch Fahrzeug-Luftdruck

Die Tiere machen sich vor allem bei feuchtem Wetter und abendlichen Temperaturen ab etwa sechs Grad auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie häufig Straßen überqueren, was für unzählige Amphibien zur tödlichen Falle wird. Der Naturschutzbund (NABU) empfiehlt daher dringend, an bekannten Wanderstrecken die Geschwindigkeit auf rund 30 Stundenkilometer zu drosseln. Eine oft unterschätzte Gefahr: Selbst wenn die Tiere nicht direkt unter die Räder geraten, kann allein der starke Luftdruck vorbeifahrender Fahrzeuge für Frösche und Kröten tödlich enden.

Schutz für Tiere und Helfer in der Dämmerung

Um die Bestände zu retten, sind in diesen Wochen wieder zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz. Sie kontrollieren in den frühen Abend- und Morgenstunden die aufgestellten Amphibienzäune und tragen die Tiere sicher über die Fahrbahn. Der NABU appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere in der Dämmerung besonders rücksichtsvoll zu fahren, um das Leben der engagierten Naturschützer am Straßenrand nicht zu gefährden.

Hintergrundwissen: Darum wandern die Amphibien

Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr verlassen Amphibien ihre sicheren Winterquartiere in Wäldern, Hecken und Erdhöhlen. Ihr Ziel sind die Gewässer, in denen sie oft selbst herangewachsen sind, um dort abzulaichen. Diese Wanderung ist für den Erhalt der Populationen zwingend notwendig, da die Lebensräume für Überwinterung und Fortpflanzung meist räumlich getrennt sind. Entlang von Gefahrenschwerpunkten an Straßen errichten Kommunen und Naturschutzverbände daher spezielle Leitbarrieren (Amphibienzäune), die die Tiere in eingegrabene Eimer lenken, aus denen sie dann unbeschadet übergesetzt werden können.


Quelle:

Amphibienwanderung – NABU bittet Autofahrer um Rücksicht


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