Bilanz 2025: Rettungshubschrauber „Christoph 70“ fliegt mehr als 1.000 Einsätze ab Jena

Kurz & Kompakt: Die Bilanz 2025

  • Station: Flugplatz Jena-Schöngleina
  • Rufname: Christoph 70
  • Einsätze 2025: 1.089 Missionen
  • Entwicklung: ca. +12 % im Vergleich zu 2024
  • Häufigste Gründe: Verkehrsunfälle (34 %), Herz-Kreislauf-Notfälle (ca. 25 %)
  • Radius: ca. 70 Kilometer rund um Jena

Jena / Schöngleina (11.02.2026) – Wenn am Himmel über Jena das knatternde Geräusch von Rotoren zu hören ist, wissen die meisten Bewohner sofort: Hier zählt jede Sekunde. Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 70“ ist fester Bestandteil der Notfallversorgung in Ostthüringen. Die nun veröffentlichte Jahresbilanz für 2025 unterstreicht eindrücklich, wie unverzichtbar die gelben Engel aus der Luft geworden sind: Die Einsatzzahlen sind spürbar gestiegen.

Deutlicher Anstieg der Alarmierungen

Wie der ADAC Hessen-Thüringen mitteilt, hob die Crew von „Christoph 70“ im vergangenen Jahr insgesamt 1.089 Mal ab. Das entspricht einer Steigerung von rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 976 Einsätze in den Büchern standen. Dieser Zuwachs spiegelt einen bundesweiten Trend wider, zeigt aber auch die spezifische Auslastung im Raum Jena.

Die Stationierung am Verkehrslandeplatz Jena-Schöngleina erweist sich dabei strategisch als enorm wichtig. Von hier aus versorgt der Helikopter nicht nur das Stadtgebiet von Jena und den Saale-Holzland-Kreis, sondern agiert als schneller Zubringer von Notärzten in ländliche Gebiete, in denen bodengebundene Rettungsmittel oft längere Anfahrtszeiten haben.

Unfälle als Hauptursache

Ein Blick auf das Einsatzspektrum von „Christoph 70“ offenbart eine Besonderheit in der Statistik für 2025. Während bundesweit oft internistische Notfälle die Listen anführen, war in Jena der Anteil an Unfall-Einsätzen besonders hoch:

  • 34 Prozent der Flüge erfolgten aufgrund von Unfällen (Verkehrs-, Freizeit- oder Arbeitsunfälle).
  • Bei etwa jedem vierten Einsatz (ca. 25 Prozent) handelte es sich um akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte oder schwere Herzrhythmusstörungen.

Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Hubschrauber oft dann gerufen wird, wenn schwerste Verletzungen eine besonders schonende und schnelle Verlegung in Spezialkliniken – wie etwa das Universitätsklinikum Jena – erfordern.

Grenzüberschreitende Hilfe

Der Einsatzradius der Jenaer Luftretter beträgt standardmäßig etwa 70 Kilometer. Damit macht der Notfall nicht an der Landesgrenze halt. „Christoph 70“ leistete 2025 nicht nur innerhalb des Freistaats Thüringen Hilfe, sondern wurde auch regelmäßig zu Notfällen in die Nachbarbundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen, Bayern und Hessen alarmiert. Gerade in den Grenzregionen ist der Hubschrauber aus Jena oft das schnellste verfügbare Rettungsmittel, um den Notarzt zum Patienten zu bringen oder den Patienten in eine geeignete Klinik zu fliegen.

Teil eines großen Netzwerks

Die Arbeit der Crew in Jena-Schöngleina ist Teil eines umfassenden Luftrettungsnetzes. Bundesweit betreibt die gemeinnützige ADAC-Luftrettung mehr als 30 Stationen, die im Jahr 2025 zu fast 49.000 Einsätzen ausrückten. In Thüringen selbst ist die Versorgung dichte gewebt: Neben dem ADAC-Standort bei Jena sind auch Hubschrauber der DRF Luftrettung aktiv, unter anderem in Bad Berka, Suhl und Nordhausen. Dieses Zusammenspiel garantiert, dass in Thüringen tagsüber fast jeder Ort innerhalb von maximal 15 Flugminuten notärztlich erreicht werden kann.

Fazit

Die gestiegenen Einsatzzahlen von „Christoph 70“ sind ein Indikator für die hohe Belastung des Rettungswesens, aber auch ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der Luftrettung in der Region. Für die Menschen in und um Jena bleibt das beruhigende Wissen: Wenn es hart auf hart kommt, kommt schnelle Hilfe von oben.


Quellen:
Original
Transparenz-Hinweis: Dieser Artikel wurde automatisiert erstellt, redaktionell geprüft und mit KI-Unterstützung erweitert.